(JNS) Der Oberrabbiner der israelischen Polizei richtete am Dienstag einen offenen Brief an Rabbiner in ganz Israel, in dem er sie aufforderte, ihren Gemeindemitgliedern zu raten, am Schabbat in Israel Waffen zu tragen, wie Arutz 7 berichtete.
In seinem Brief erklärte Rabbi Rami Brachyahu, diese Maßnahme sei nach dem palästinensischen Terroranschlag vom 27. Januar, bei dem sieben Menschen in einer Synagoge im Jerusalemer Stadtteil Neve Yaakov getötet wurden, notwendig.
Die Geschichte habe bewiesen, dass religiöse Viertel und Synagogen ein Ziel für Terroristen sind, schrieb Brachyahu laut dem Bericht.
„In Absprache mit prominenten Rabbinern und auf Empfehlung der zuständigen Polizeibehörden appelliere ich an die Rabbiner Israels, ihre Gemeinden anzuweisen, dass jeder, der eine Lizenz zum Tragen einer Schusswaffe hat, diese Waffe am Schabbat bei sich tragen sollte, insbesondere während der Gebetszeiten in den Synagogen“, sagte er.
Siehe dazu: Mehr Israelis sollen nach Terrorwochenende in Israel Waffen tragen
Er sagte auch, Synagogen sollten in der Lage sein, in Notfällen jederzeit die Behörden zu rufen.
„Es ist angemessen, dass jede Synagoge ein koscheres Mobiltelefon [auf dem Gelände] hat, mit dem die Polizei angerufen werden kann, wenn, Gott bewahre, ein Notfall eintritt. Halachisch gesehen (nach dem jüdischen Gesetz) muss in jedem Fall, in dem ‚Lebensgefahr‘ besteht, die Polizei gerufen werden, auch am Schabbat“, erklärte er.
Das jüdische Gesetz, die Halacha, verbietet im Allgemeinen die Nutzung elektronischer Geräte am jüdischen Ruhetag, der wöchentlich von Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag stattfindet.
Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, versprach am Dienstag, nach dem tödlichen Anschlag im vergangenen Monat eine Verfünffachung der Waffengenehmigungen durchzusetzen.
Ben-Gvir hat die Abteilung für Feuerwaffenlizenzen angewiesen, die Zahl der neu ausgestellten Genehmigungen von etwa 2.000 auf 10.000 pro Monat zu erhöhen, so eine Erklärung seiner Partei Otzma Yehudit.





Unbedingt. Und – leider – müssen einige Bewaffnete auch in der Synagoge stets aufmerksam sein. Und wenn dann ein zum Mord entschlossener durch Juden getötet wird, dann wird ein Jammergeschrei im Westen ertönen. Aber daran hat man sich in Israel schon längst gewöhnt. Es stumpft ab.