Omikron, und was nun?

Seit dem Wochenende redet man bei uns nur noch über Omikron, die neueste Variante des Coronavirus. Ab morgen wird Israel für Touristen wieder geschlossen sein. Wie geht es weiter?

| Themen: Guten Morgen
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Eigentlich wollte ich Sie heute wie immer zu einer neuen Woche begrüßen und etwas über Chanukka schreiben, das Lichterfest, das heute Abend mit dem Anzünden der ersten Kerze des Chanukka-Leuchters beginnt. Für uns ist das immer eine besonders schöne Zeit, die ganze Atmosphäre ist eine ganz besondere. Ich wollte etwas über die Sufganiot schreiben, die es jetzt überall gibt. Jedes Jahr gibt es neue „Kollektionen“ dieses leckeren Gebäcks, das sehr dem Ihnen bekannten „Berliner“ ähnelt. Der Duft frischer noch warmer Sufganiot zusammen mit dem Geruch des Kerzenwachses der Chanukka sorgen für diese schöne Feiertagsatmosphäre, obwohl man ausgerechnet zu diesen so schönen Feiertagen gar keinen freien Tag bekommt. Nur die Schulkinder, die bekommen Chanukka-Ferien. Und die Studenten bekommen immerhin einen freien Tag.

Sufganiot

Ich wollte ihnen einfach etwas Festtagsatmosphäre vermitteln. Aber dann kam Omikron.

Was soll ich sagen? Plötzlich erscheint diese neue Variante des Coronavirus, in einer Zeit, in der wir hier im Land nur noch sehr wenig daran erinnert wurden, dass es Corona überhaupt gibt. Kaum hatte die Variante ihren Namen bekommen, da traf sich nach langer Zeit wieder der Corona-Ausschuss und beschloss neue, alte Einschränkungen. Ab Mitternacht wird Israel für mindestens zwei Wochen für Touristen wieder geschlossen sein!

Das kam wie ein Schlag ins Gesicht. Wir hatten in unserer letzten Israel Heute – Ausgabe die Rückkehr der Touristen gefeiert. Und jetzt werden wir erstmal wieder zurückgeworfen. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die unsere Regierung zu diesen Vorsichtsmaßnahmen getrieben hat. In etwa einer Woche werden wir mehr  wissen, womit wir es zu tun haben. Nach einer gewissen Zeit ist man immer etwas klüger, aber jetzt wissen wir eben nicht genug, daher diese für viele übertriebenen Schritte. Hoffen wir, dass in zwei Wochen alles besser aussehen wird, als befürchtet.

Am Ben Gurion Flughafen wird es jetzt erst einmal etwas leerer werden. Touristen dürfen nicht nach Israel einreisen, Israelis, die aus dem Ausland eintreffen, werden bis zum negativen Testergebnis in Quarantäne sein müssen. Und wer aus Afrika kommt, wird sogar in ein Quarantöne-Hotel gebracht.

Wie ich Ihnen vielleicht schon erzählt habe, wird unser Sohn in der nächsten Woche heiraten. Eigentlich war geplant, dass meine Schwester, die mit ihren zwei Kindern in England lebt, bei diesem freudigen Ereignis dabei sein wird. Aber wir ahnten schon vor einiger Zeit, dass das wegen Corona nicht einfach werden wird. Daher entschlossen wir uns, unser Familientreffen bis zum kommenden Sommer zu verschieben, in der Hoffnung, dass dann alles etwas einfacher sein wird. Ich habe meine Schwester seit vier Jahren nicht mehr getroffen, nur virtuell per WhatsApp. Jetzt hoffen wir alle, dass uns Omikron nicht die Hochzeit verderben wird.

Wir hatten uns eigentlich nur wegen des Wetters Sorgen gemacht, denn irgendwann muss der Winter ja kommen, doch bis jetzt ist es bei uns noch immer fast sommerlich warm, so bleibt Corona unsere einzige Sorge vor der Hochzeit.

Das Wetter für heute in Israel

Teils heiter, teils wolkig und noch etwas wärmer. Für die Jahreszeit viel zu warm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 29 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei – 210,675 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 1,875 Meter bis zur oberen Grenze.

Frohes Chanukah!

Und nun wünsche ich Ihnen im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute einen angenehmen Sonntag, einen schönen ersten Advent und ein frohes Lichterfest. Machen Sie es gut.

Chanukka Sameach aus Modiin!

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