Raketen und Schlägereien – Zurück in den Alltag

Corona scheint Vergangenheit zu sein. Jetzt müssen wir uns wieder mit unseren alten Problemen auseinandersetzen

Raketen und Schlägereien – Zurück in den Alltag
Tomer Neuberg/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Wieder begrüße ich Sie zum Beginn einer neuen Woche. Besonders unser jüngster Sohn ist immer wieder darüber erstaunt, wie schnell das von ihm so herbeigesehnte Wochenende wieder vorbei ist. Gerade eben hatte ich ihn doch vom Bus abgeholt und nun steht seine fertig gepackte Reisetasche schon wieder an der Tür, bereit für die neue Woche. Auf der anderen Seite ist es ja gut, dass die Tage schnell vergehen, denn es bedeutet, denn die Zeit bis zum Ende seines Armeedienstes wird dadurch entsprechend kürzer. In knapp zwei Monaten wird er die Hälfte seines Dienstes hinter sich haben, ein bedeutender Moment für jeden Armeedienst leistenden.

Aber jetzt mal im Ernst, sein Armeedienst ist gar nicht so schlecht. Das weiß auch unser Sohn. Sobald er wieder in seiner Basis sein wird, ist alles in Ordnung, denn auch dort vergehen die Tage wie im Fluge. Und dann beginnt ein neues Wochenende.

Mittlerweile ist hier bei uns eigentlich fast alles so, wie es vor Corona war. Leider hat man wieder Zeit für andere Dinge, in Jerusalem leisten sich Araber und Juden Straßenkämpfe und im Süden fliegen uns jetzt wieder die Raketen aus Gaza über die Köpfe. Es scheint fast so, als dass man sich nach drei langen Lockdowns erst einmal austoben muss, schade. Fast hatten wir diese leider hier alltäglichen Probleme vergessen. Im Coronajahr fühlten wir uns wie ein Teil der großen Welt, wir alle saßen im selben Boot. Jetzt müssen wir uns wieder um unsere eigenen Probleme kümmern.

Siehe dazu: Straßenkämpfe zwischen Juden und Arabern in Jerusalem

Corona zwang uns zu einer Pause, aber wie sagt man? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Nun geht also alles wieder von vorne los.

Aber es gibt auch gute Dinge, wie die Freiheit, im Freien endlich ohne Maske gehen zu können.

Es ist ein wunderbares Gefühl, draußen frei atmen zu können, ohne dabei Angst zu haben, von einem Polizisten ohne Maske erwischt zu werden.

In den Einkaufszentren müssen wir allerdings weiterhin die Maske tragen, vorerst.

Und was ist in dieser neuen Woche noch wichtig? Es ist die letzte Woche, in der Benjamin Netanjahu versuchen kann, vielleicht doch noch eine Regierungskoalition auf die Beine zu stellen. Dafür müsste allerdings ein Wunder geschehen. In den Medien wurde am Wochenende allerdings schon versucht, uns an die Idee zu gewöhnen, dass die Ära Netanjahu ihrem Ende entgegengeht. In ein paar Tagen werden wir schlauer sein. Netanjahu ist immer für eine Überraschung gut, aber vielleicht sollte man auch wissen,  wann man einen Schritt nach hinten gehen sollte, um anderen eine Chance zu geben. Denn ein fünftes Mal will hier niemand wählen gehen.

Es gibt so viel zu tun, wir haben keine Zeit mehr für politische Machtkämpfe. Das Wohl des Landes und seiner Bürger sollte an oberster Stelle stehen. Ich erinnere mich jetzt an einen Spruch aus einem Werbespot aus den achtziger Jahren, “Es gibt viel zu tun, packen wir’s an.”  Es gibt wirklich viel zu tun, hoffentlich verstehen das auch unsere Politiker. Und jetzt das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bedeckt bis heiter. Im Norden und Zentrum etwas kühler, im Landesinneren bleibt es überdurchschnittlich warm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um anderthalb gesunken und liegt jetzt bei – 209,12  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 32 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, genießen Sie ihr Wochenende und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

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