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Es geht schon wieder los

Raketen statt Corona, jetzt gibt es die Anweisungen nicht mehr vom Gesundheitsamt, sondern von der Armee.

Es geht schon wieder los
Nati Shohat/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Ehrlich gesagt, überrascht waren wir eigentlich nicht, als gestern um 18 Uhr eine weitere Runde der Auseinandersetzung zwischen den Terroristen im Gazastreifen und Israel eingeläutet wurde. Wenigstens kann man sich auf die Hamas verlassen. 18 Uhr wurde von ihr als das Ende des von ihnen gestellten Ultimatums angegeben. Sollten die israelischen Sicherheitskräfte bis dahin nicht vom Tempelberg und dem Stadtviertel Sheikh Jarrah verschwinden, würde das Folgen haben.

Ganz schön selbstbewusst, dachte ich. Aber das sollte uns eigentlich nicht mehr überraschen. Die Terroristen der Hamas haben nach mehreren “Runden” in den letzten Jahren begriffen, dass Israel nicht wirklich eine Gefahr für sie darstellt. Am Ende kommen die Ägypter und Europäer und schlichten. So war es bis jetzt nach jedem “Schlagabtausch” zwischen der Hamas und Israel. In den Medien wurde von Vorbereitungen auf eine Eskalation der Lage berichtet.

Ich war also nicht überrascht, als ich um Punkt 18 Uhr mehrere Explosionen aus der Ferne hörte. Es fühlte sich mehr wie dumpfe Paukenschläge in meinem Kopf an, der ganze Körper vibrierte mit. Ich schaltete sofort das Radio an, auch mein Handy begann, pausenlos zu vibrieren. “Raketenalarm in Jerusalem” war  die erste Schlagzeile, die ich las, dann gab es weitere “Bumms”. Unser Chef Aviel schickte ein Video aus seinem Moshav, auch dort wurde der Raketenalarm ausgelöst. Verrückt.

Das Video und weitere aktuelle Informationen können Sie in der Telegram Gruppe von Israel Heute sehen. Einfach HIER klicken und mit dabei sein.

 


Mitten bei den Feiern zum Jerusalem-Tag gingen die Sirenen los. So sah es aus

Auch wenn wir nicht von der Eskalation überrascht waren, von den Raketen in Richtung Jerusalem war ich es schon. Ich kann mich selbst nur an zwei Fälle in der Vergangenheit erinnern, wo die Sirenen in Jerusalem ertönten.

Bei uns in Modiin ist es gestern ruhig geblieben, wir sind zum Glück wahrscheinlich nicht wichtig genug für die Hamas und das ist auch gut so.

Und wie soll es jetzt weitergehen?

Wahrscheinlich wie immer, denke ich. Ein paar Tage wird man sich jetzt gegenseitig mit Raketen beschmeißen. Hier und da wird bei uns ein Haus getroffen werden, die Medien werden live vor Ort von den Einschlägen und der anschließenden Reaktion der israelischen Armee berichten. Und dann werden sich die Europäer  und die UNO melden mit der Aufforderung an beide Seiten, die Gewalt zu beenden. Es wird Gespräche in Ägypten geben. Katar wird den Terroristen im Gazastreifen weitere Dollars versprechen, wenn sie einem vorläufigen Waffenstillstand zustimmen werden und Israel wird auch irgendein Geschenk geben müssen, um eine neue Periode der Ruhe zu bekommen. Und dann sind alle in der Welt wieder zufrieden. Bis zur nächsten Runde.

Corona ist nun wirklich Vergangenheit. Das dachte ich, als gestern im Fernsehen Anweisungen an die Bevölkerung weitergegeben wurden. Doch diesmal war es nicht der Vertreter des Gesundheitsamtes, sondern ein Sprecher des israelischen Heimatkommandos, Pikud Ha’Oref auf Hebräisch.

Jetzt bekommen wir die Anweisungen wieder von der Armee

Ich hoffe, dass diese “Runde” nicht zu lange dauern wird. Denn am Ende wird es ja eh keinen Gewinner geben. Und dann warten wir ja immer noch auf eine neue Regierung. Vor den Raketen wurde berichtet, dass vielleicht schon in der nächsten Woche die neue Regierung vereidigt werde, aber das ist jetzt wohl kein Thema mehr. Ich lasse mich überraschen. Und wissen Sie was? Lassen Sie uns lieber vom Wetter reden.

 

Das Wetter für heute in Israel

Heiter und etwas kühler. Im Landesinneren und in den Bergen wird es aber auch heute noch überdurchschnittlich warm werden. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,195  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 39,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Und nun wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute trotz allem einen angenehmen Montag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

 

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