Straßenkämpfe zwischen Juden und Arabern in Jerusalem

Zunehmende Sorge, die wachsende Spannung könnte zu einer viel größeren Explosion in der israelischen Hauptstadt führen

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Jerusalem
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Dutzende von Menschen wurden verhaftet und weit über 100 verletzt, als Juden und Araber am Donnerstagabend auf den Straßen Jerusalems aneinandergerieten.

Die Gewalt auf den Straßen mit rassistischem Hintergrund ist in den letzten Tagen in der Hauptstadt eskaliert (siehe dazu: Die TikTok-Intifada). Am Donnerstag, rief die rechtsextreme Gruppe Lehava ihre Anhänger dazu auf, sich am Damaskustor als Zeichen der „nationalen Ehre“ zu versammeln.

Die Polizei hielt 300 Mitglieder der rechtsextremen Gruppe Lehava zurück, um Zusammenstöße mit arabischen Gegendemonstranten zu verhindern.

Arabische Gegendemonstranten versammelten sich ebenfalls, ebenso wie Hunderte von Polizeibeamten, die die beiden Gruppen auseinanderhalten sollten. Trotz ihrer Bemühungen versagte die Polizei, und die jüdischen und arabischen Mobs gerieten aneinander.

Die meisten Verletzungen waren jedoch das Ergebnis des Versuchs der Polizei, den viel größeren arabischen Mob zurückzuhalten. Etwa 100 Demonstranten und 20 Polizeibeamte wurden bei den Zusammenstößen verletzt. Dutzende weitere, sowohl Juden als auch Araber, wurden verhaftet.

Die Polizei setzt Blendgranaten gegen arabische Randalierer vor dem Damaskustor ein.

Die Gewalt breitete sich auch über das Damaskustor hinaus aus. In einem anderen Teil von Ost-Jerusalem bewarfen Araber einen jüdischen Autofahrer mit Steinen. Als er anhielt und versuchte, zu Fuß zu fliehen, wurde er von einem Mob angegriffen und verprügelt.

Innerhalb der Altstadt Jerusalems warf eine Gruppe jüdischer Jugendlicher Gegenstände auf ein arabisches Haus, während die Kinder darin weinten und ihre Mutter die Angreifer aufforderte, „aufzuhören!“

Israelische Sanitäter behandeln einen verwundeten Mann. Mehr als 100 Menschen wurden bei den Zusammenstößen verletzt.

Die zunehmenden Spannungen und die eskalierende Gewalt kommen vor dem Hintergrund der bevorstehenden palästinensischen Wahlen, bei denen die palästinensische Führung fordert, dass Israel den Arabern Jerusalems erlaubt, an den Wahlen teilzunehmen. Israel, das Ost-Jerusalem annektiert hat, ist strikt gegen einen solchen Schritt, da er die palästinensischen Ansprüche auf die Stadt legitimieren würde.

Die gegenwärtige Gewalt bestärkt die palästinensische Führung in ihrer Behauptung, dass Jerusalem eine geteilte Stadt ist und dass ihre östliche Hälfte unter palästinensisch-arabischer Verwaltung stehen sollte.

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