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Öffnet die Tore des Tempelbergs!

Führende Rabbiner fordern die religiöseste Regierung Israels auf, endlich Pessachopfer an der heiligsten Stätte des Judentums zuzulassen.

Jüdische Männer führen im Davidson Center in der Jerusalemer Altstadt eine Pessachopfer-"Übungs"-Zeremonie durch. (Tempelberg)
Jüdische Männer führen im Davidson Center in der Jerusalemer Altstadt eine Pessachopfer-"Übungs"-Zeremonie durch. Foto: Shir Torem/Flash90

Fünfzehn Rabbiner haben Premierminister Benjamin Netanjahu gebeten, die Tore des Tempelbergs nächste Woche für jüdische Religionsausübung zu öffnen. Insbesondere wollen sie ein Pessachopfer auf dem Tempelberg darbringen, wenn das biblische Fest am kommenden Mittwochabend beginnt.

„Wir sind durch Gottes Gnade gesegnet worden, dass der Ort des Tempels unter jüdischer Kontrolle ist, und in dem Maße, in dem der Staat Israel die Darbringung des Pessachopfers als ein nationales Interesse zuallererst betrachtet, wie es sein sollte, wollen wir das Pessachopfer an seinem rechtmäßigen Ort und zu seiner rechtmäßigen Zeit trotz aller Schwierigkeiten darbringen“, schrieben die Rabbiner in einem Brief an den Premierminister und seinen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir.

Die „Schwierigkeiten“, auf die sie sich bezogen, haben vor allem mit der erwarteten gewalttätigen Reaktion der muslimischen Welt zu tun, die den Tempelberg heute als drittheiligste Stätte des Islam betrachtet.

Die Rabbiner wiesen darauf hin, dass die jüdischen Weisen im Laufe der Jahrhunderte dafür plädiert haben, das Pessachopfer noch vor dem Bau des Dritten Tempels zu bringen.

Jedes Jahr am Pessach-Abend versucht eine Gruppe von Tempelberg-Aktivisten, die heilige Anlage zu betreten, um ein Pessachopfer gemäß dem biblischen Gesetz darzubringen. Aber die israelische Polizei ist immer vorbereitet und hat dies nie zugelassen.

Siehe dazu: Kriegserklärung! Palästinenser warnen Juden vor Pessachopfer

„Die sind verrückt!“

Der Ruf nach einer Erneuerung der biblischen Zeremonie und des biblischen Brauchs stößt bei den aufmerksamen säkularen Israelis in der Regel auf eine feindselige Reaktion.

In diesem Jahr machte der ehemalige Premierminister Ehud Barak seinem Unmut Luft, indem er Netanjahu und seine Regierung beschuldigte, die Al-Aqsa-Moschee (am südlichen Ende des Tempelbergs) „zerstören“ und einen Krieg mit der gesamten muslimischen Welt beginnen zu wollen.

Und das, obwohl Netanjahu auf den Brief der Rabbiner nicht geantwortet hat und ganz sicher auch nicht antworten wird und die Polizei auf Anweisung seiner Regierung verhindern wird, dass auf dem Tempelberg ein Pessachopfer stattfindet.

In einem weitschweifigen Interview mit der britischen Denkfabrik Chatham House behauptete Barak, dass Kippa-tragende religiöse Juden wie Ben-Gvir einen rein politischen Konflikt mit den Palästinensern in einen Religionskrieg gegen den Islam als Ganzes verwandeln wollen.

Offen säkulare Israelis wie Barak haben sich lange geweigert anzuerkennen, dass der Überlebenskampf des jüdischen Staates ein Religionskrieg ist und von den Muslimen schon immer als solcher angesehen wurde.

Er glaubt, dass er nur dann zu einem Religionskrieg wird, wenn es Leuten wie Ben-Gvir erlaubt wird, „so etwas wie alte Traditionen, Traditionen der Thora, des Schlachtens von Ziegen und Schafen für Opfer, einzuführen.“

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Öffnet die Tore des Tempelbergs!”

  1. marie.luise.notar sagt:

    Gibt es immer noch zu wenig Anlass für Terror und co insbesondere in Jerusalem?

  2. One sagt:

    Hatte Gott YAHWE geboten, die Opfer am Tempelberg darzubringen oder doch im Tempel?

    Nachdem es seit beinahe 2000 Jahren keinen Tempel mehr gibt, kann kein Opferritus Schriftgemäß durchgeführt werden.

    Bringt das die Rabbiner bzw. die Gläubigen nicht zum Nachdenken?
    Die Forderungen der Rabbiner bringen nur weiteren Zorn und Blutvergießen.

  3. Werner Eickmann sagt:

    2 Und du sollst dem Herrn, deinem Gott, als Passah Schafe und Rinder opfern an dem Ort, den der Herr erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.
    Dtn 16,2

    Ich kann die Rabbiner gut verstehen. Sie wollen Gottes Gebot hallten. Und ich kann die Ablehnung derer verstehen, die eine eskalation befürchten.
    Doch Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken, und unsere Gedanken sind nicht Gottes Gedanken. Die Weissheit der Welt ist Torheit vor Gott.
    In diesem Zusammenhang sehe ich ganz klar, daß Gottes Gebote immer einen höheren Stellenwert einnehmen, als die Ängste und Befürchtungen der Menschen. Die ganze Thora hindurch wird gezeigt daß Gott bei dem ist, der seine Gebote hällt.

  4. marie.luise.notar sagt:

    HERR EICKMANN…..seit Christi Tod gilt:
    Hebräer 9…11 Christus ABER ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte/ZELT/TEMPEL, die NICHT mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist,
    12 auch NICHT durch der Böcke oder Kälber Blut, SONDERN durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine EWIGE Erlösung erfunden.

  5. Werner Eickmann sagt:

    Dem kann ich ganz klar zustimmen. Dennoch ist der Plan Gottes mit seinem irdischen Volk (Israel) nicht abgeschlossen.

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