PA rief zum Glaubenskrieg gegen den Fahnenmarsch am Jerusalem-Tag auf

Palästinensische Medien verbreiten nach wie vor die Lüge, Jerusalem sei nie die Hauptstadt eines jüdischen Staates gewesen

| Themen: Jerusalem, Palästinenser
Erfreulicherweise blieben in diesem Jahr die Aufrufe der palästinensischen Führung zum "Heiligen Krieg" gegen jüdische Souveränitätsbekundungen in Jerusalem weitgehend unbeachtet. Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

(JNS) Wenn die Anführer nicht-demokratischer Regime erkennen, dass ihnen die Unterstützung ihres eigenen Volkes aus der Hand geglitten ist und sie sogar als korrupter Feind angesehen werden, suchen sie oft nach Konflikten oder Kriegen, um einen Feind zu schaffen, der die Menschen von der wahren Ursache ihrer Probleme ablenkt.

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah-Partei, Mahmud Abbas, hat die Unterstützung seines Volkes verloren. Entschiedene 80 % sagen, dass seine Regierung korrupt ist, und ähnlich viele wollen, dass er zurücktritt. Sollte die Palästinensische Autonomiebehörde Wahlen abhalten, droht der Fatah eine fast sichere Niederlage gegen die Hamas. Es ist also keine Überraschung, dass Abbas einen Religionskrieg gegen die Juden und Israel anzetteln will.

Am vergangenen Sonntag feierte Israel den Jahrestag der Befreiung Jerusalems von fast 2000 Jahren ausländischer Besatzung im Jahr 1967. Seit nun mehr als 30 Jahren marschieren und tanzen Zehntausende von Israelis am Jerusalem-Tag durch die Stadt und schwenken israelische Flaggen. Während des traditionellen Fahnenmarsches ziehen sie durch das Löwentor und – in jüngerer Zeit – durch das Damaskus Tor in die Altstadt ein, um dann auf dem Platz an der Klagemauer mit Musik und Tanz zu feiern.

Mahmoud Abbas sieht in diesem Ereignis eine großartige Gelegenheit, im „Namen des Islam“ zu Gewalt und Terror aufzurufen – eine Gelegenheit, die seinem anderen Ziel dient: das palästinensische Volk von seiner gescheiterten Regierung abzulenken.

Am Samstag stellte Abbas‘ Fatah ein Video ihres Fernsehsenders Awdah TV auf die offizielle Facebook-Seite der Partei, das palästinensische Unruhen in Jerusalem zeigt. Das Video rief die Palästinenser dazu auf, die Parade aufzuhalten und zu verhindern, dass die israelische Flagge in Jerusalem gehisst wird. Den Palästinensern wurde mitgeteilt:

Die Verteidigung Jerusalems ist nicht [nur] eine normale Pflicht, sondern vielmehr eine Prüfung unseres religiösen und nationalen Gewissens. Die Fatah ruft Euch auf, sich gegen den provokativen Flaggenmarsch zu stellen, der morgen in Jerusalem stattfinden wird und Teil der Versuche der Besatzung und ihrer Siedler ist, unsere ewige Hauptstadt zu judaisieren. Jerusalem wartet auf seine Wächter, also seid nicht nachlässig und lasst ihre Fahnen nicht in unserem Himmel wehen.

 (Facebook-Seite der Fatah-Kommission für Information und Kultur, 28. Mai 2022)

 Der gepostete Text hatte die gleiche Botschaft:

Die Fatah-Bewegung ruft dazu auf, sich gegen den provokativen Flaggenmarsch [zum Jerusalem-Tag] auszusprechen, der am morgigen Sonntag [29. Mai 2022] in Jerusalem stattfinden wird und Teil der Versuche der Besatzung und ihrer Siedler ist, unsere ewige Hauptstadt zu judaisieren.

 Das Büro von Abbas veröffentlichte eine ähnliche Erklärung, in der die Palästinenser aufgefordert wurden, Israel „herauszufordern“ und zu „konfrontieren“. In der Erklärung der Palästinensischen Autonomiebehörde heißt es weiter, dass der Aufruf zur Gewalt sehr ernst zu nehmen sei, und er erinnere die Palästinenser daran, dass der Flaggenmarsch im vergangenen Jahr einen 11-tägigen Krieg mit der Hamas ausgelöst habe:

Die Präsidentschaft erklärte am Mittwochabend, dass die israelischen Besatzungsbehörden die Entschlossenheit des palästinensischen Volkes, die Besatzung herauszufordern, unterschätzen, indem sie darauf bestehen, den jährlichen „Marsch der Flaggen“ in Ostjerusalem zuzulassen.

Der Sprecher des Präsidiums, Nabil Abu Rudeineh, sagte, … es sei jetzt an der Zeit, dass Jerusalem zu einem Leuchtfeuer für alle Palästinenser und Araber werde, um diesen Angriffen [d.h. dem Fahnenmarsch], die die Region destabilisieren, entgegenzutreten. … Er forderte die israelische Regierung auf, solche Provokationen zu unterlassen, die die Spannungen nur noch weiter anheizen und zu noch mehr Unruhen und Gewalt führen können, mit furchtbaren Folgen, und machte sie voll verantwortlich für diese Eskalation, die zu einer Explosion der Situation führen würde. …

Letzte Woche kündigte Israels Minister für öffentliche Sicherheit, Omer Barlev, an, dass der für den 29. Mai geplante Marsch auf derselben Route wie in den vergangenen Jahren stattfinden werde. … Im Jahr 2021 war ein ähnlicher geplanter Marsch jüdischer Nationalisten einer der Katalysatoren, der die umfassende Konfrontation zwischen Israel und Palästinensern im historischen Palästina auslöste. [Innerhalb von 11 Tagen feuerte die Hamas 4.300 Raketen auf zivile Ziele in Israel ab, und Hunderte von Arabern randalierten in gemischt jüdisch-arabischen Städten in ganz Israel, ermordeten mehrere Juden und brannten Synagogen, Privathäuser und Autos nieder.] Der ursprünglich für den 10. Mai 2021 geplante Marsch wurde aufgrund des palästinensischen Widerstands verschoben, was Israel zu einem peinlichen Rückzug zwang.

[Wafa, offizielle Nachrichtenagentur der PA, englische Ausgabe, 26. Mai 2022]

 Ein weiterer Facebook-Post und ein Video der Fatah riefen ebenfalls ausdrücklich zu Gewalt im Namen des Islam auf. Das Video forderte die Israelis auf, Jerusalem zu verlassen, „weil ihr keine Geschichte in unserem Jerusalem habt und es nicht euer Heimatland ist“. Es rief auch zu „Blut“ auf und endete mit dem viermal wiederholten Ruf Allahu Akbar („Allah ist der Größte“). Das Video enthält Aufnahmen von arabischen Unruhen in Jerusalem.

Sprecher: [„O Feigling, du musst gehen, denn du hast keine Geschichte in unserem Jerusalem, und es ist nicht deine Heimat“.

[Eine Menge skandiert:] „Mit Geist, mit Blut, wir werden dich erlösen Al-Aqsa Moschee … Allahu Akbar, Allahu Akbar, Allahu Akbar, Allahu Akbar.“

[Facebook-Seite der Fatah-Kommission für Information und Kultur, 28. Mai 2022]

 Die offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida veröffentlichte eine Kolumne, in der der Fahnenmarsch scharf kritisiert und zwei grundlegende palästinensische Lügen wiederholt wurden. Erstens behauptete man, dass eine palästinensische Nation seit 5000 Jahren mit Jerusalem als Hauptstadt existiere; zweitens behauptete man, dass Jerusalem nie die Hauptstadt Israels/Judäas gewesen sei.

Siehe: Israels ewige Verbindung zu Jerusalem 

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) warb desweiteren für ihre islamische Ideologie mit der Behauptung, die Westmauer des Tempelbergs gehöre nur den „Gläubigen der islamischen Religion“:

Die [palästinensische] Führung … [muss] die palästinensisch-arabische Identität und den Charakter [Jerusalems] verteidigen und palästinensische Flaggen schwenken. … [Jerusalem] ist palästinensisch, seit es vor 5000 Jahren gegründet wurde. … [Sie müssen] die ganze Welt ausnahmslos darüber informieren, dass Jerusalem das Jerusalem der arabischen Palästinenser ist und dass die Al-Aqsa-Moschee – einschließlich der Al-Buraq-Mauer [Klagemauer] – nur den Gläubigen der islamischen Religion gehört … und auch die zionistischen Herden von dort vertreiben, die das palästinensische Land stehlen, … bis es friedlich oder durch andere Mittel des Kampfes [d.h. Gewalt und Terror] befreit werden wird.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida, 26. Mai 2022]

 Siehe: Muslime begraben jüdische Geschichte auf dem Tempelberg

Das Führungsgremium der Fatah, das Zentralkomitee, rief die Palästinenser ebenfalls dazu auf, sich „gegen diesen Marsch“ auszusprechen:

Das Fatah-Zentralkomitee warnt vor der Genehmigung der Abhaltung des provokativen „Flaggenmarsches“ im besetzten Jerusalem am 29. Mai [2022]. Es betrachtet dies als aggressive Provokation und als untrennbaren Teil des unbegrenzten Krieges der Besatzung gegen Jerusalem, seine Bewohner und seine heiligen Stätten. …

Sie macht die Besatzungsregierung direkt für die Folgen dieser Entscheidung verantwortlich, die zu einer Eskalation führt … und ruft unser Volk auf, gegen diesen Marsch aufzustehen und die palästinensische Flagge hochzuhalten.

(Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida, 23. Mai 2022)

Die offizielle Tageszeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde rief die Palästinenser sowohl am Freitag als auch am Samstag auf, den Fahnenmarsch durch eine Maßnahme genannt „Ribat“ zu verhindern. Ribat ist ein Begriff für religiöse Konflikte zur Verteidigung von Land, das als islamisch gilt, und kann von passivem Widerstand bis hin zu gewaltsamem Terror und Mord reichen:

Die Fatah-Bewegung rief unser Volk auf, sich gegen den provokativen „Fahnenmarsch“ im besetzten Jerusalem zu stellen und in die heilige Stadt zu kommen, um dort den Ribat durchzuführen und nicht zuzulassen, dass die Siedler ihn verletzen, und sie warnte, dass dies zu einer Explosion der Situation führen werde.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida, 28. Mai 2022]

Die Fatah-Bewegung in Jerusalem rief unser Volk auf, sich gegen den Fahnenmarsch zu stellen. Die Fatah forderte unser Volk auf, den Ribat an der gesegneten Al-Aqsa-Moschee durchzuführen und die palästinensischen Flaggen in den Gassen und Straßen der Altstadt von Jerusalem zu wehen.

(Offizielle palästinensische Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida, 27. Mai 2022)

 

 

Itamar Marcus ist der Gründer und Direktor von Palestinian Media Watch, der Organisation, die diesen Artikel ursprünglich veröffentlicht hat.

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