Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Montag ihre Luftangriffe gegen den Iran fortgesetzt und damit die neunte Angriffsnacht in Folge durchgeführt. Nach Angaben des U.S. Central Command (CENTCOM) richteten sich die Angriffe gegen militärische Einrichtungen des iranischen Regimes entlang der Südküste des Landes und im Bereich der Straße von Hormus.
Nach Angaben von CENTCOM wurden unter anderem Kommando- und Kontrollzentralen, Luftverteidigungssysteme, Küstenüberwachungsanlagen, Einrichtungen der maritimen Streitkräfte sowie Raketen- und Drohnenabschussstellungen angegriffen. Außerdem seien Kommunikationsnetze ins Visier genommen worden, die für die militärischen Operationen des Iran genutzt würden. Das US-Militär erklärte, mit den Angriffen solle die Fähigkeit des Iran weiter eingeschränkt werden, die internationale Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.
CENTCOM began conducting a new wave of strikes against Iran at 7 p.m. ET today for the ninth consecutive night. The strikes will continue degrading Iranian military capabilities used to attack commercial vessels and civilian mariners transiting the Strait of Hormuz.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 19, 2026
Die Vereinigten Staaten begründen ihre Militäroperation mit den anhaltenden Angriffen des Iran und seiner Verbündeten auf amerikanische Streitkräfte sowie mit der Bedrohung des internationalen Schiffsverkehrs im Persischen Golf. Seit Beginn der Operation wurden nach US-Angaben zahlreiche militärische Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden sowie Raketen-, Drohnen- und Luftabwehrstellungen angegriffen. Washington betont, die Luftschläge würden fortgesetzt, solange von diesen militärischen Fähigkeiten eine Bedrohung für amerikanische Streitkräfte und die Freiheit der Schifffahrt ausgehe.
U.S. Navy Sailors remain focused and vigilant aboard guided-missile destroyer USS John Finn (DDG 113), as American forces continue implementing the naval blockade against Iran. As of July 19, CENTCOM has redirected 6 commercial vessels and disabled 1 to ensure full compliance. pic.twitter.com/SyutavMv6s
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 19, 2026
Die anhaltende Eskalation wurde auch am Sonntag deutlich. Der Iran feuerte mehrere Raketen auf Ziele im jordanischen Hafen Aqaba ab. Die israelische Luftwaffe schoss nach Angaben eines israelischen Sicherheitsvertreters zwei Abfangraketen auf herabfallende Trümmer der Geschosse ab, um eine Gefährdung israelischen Territoriums auszuschließen. Die israelische Armee veröffentlichte daraufhin eine vorsorgliche Warnmeldung für den Süden des Landes, ein regulärer Raketenalarm wurde jedoch nicht ausgelöst. Nach jordanischen Angaben gab es weder Verletzte noch Sachschäden.
Parallel zu den Luftangriffen veröffentlichte CENTCOM neue Informationen zu den amerikanischen Verlusten der vergangenen Tage. Demnach kam am 18. Juli ein weiterer US-Soldat im Nordirak ums Leben, als ein zuvor abgeschossenes iranisches Drohnenwrack kontrolliert gesprengt werden sollte. Ein weiterer Soldat wurde dabei leicht verletzt. Zudem teilte das US-Militär mit, dass am Ort des iranischen Angriffs auf einen amerikanischen Stützpunkt in Jordanien vom 17. Juli menschliche Überreste gefunden wurden, deren Identität derzeit forensisch untersucht wird.
Israel bereitet sich auf mögliche Eskalation vor
Während die Vereinigten Staaten ihre Angriffe auf iranische Militärziele fortsetzen, hat Israel seine Warnungen an Teheran deutlich verschärft. Nach dem iranischen Raketenangriff auf Aqaba erklärte Verteidigungsminister Israel Katz, sollte der Iran Raketen auf Israel abfeuern, werde Jerusalem „mit voller Härte“ reagieren.
הרמטכ”ל למפקדים ביהודה ושומרון: ״לצד הלחימה המתמשכת נגד הטרור ביו״ש אנחנו עוקבים מקרוב אחר ההתפתחויות באיראן ושומרים על דריכות גבוהה. עקבנו אחר הירי לאזור עקבה היום ומערך ההגנה האווירית שלנו בכוננות להגנה על אזרחי ישראל. אנחנו ערוכים לחזרה מיידית ללחימה ונפעל בעוצמה רבה מול כל מי… pic.twitter.com/t2PJJyhcVz
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) July 19, 2026
Auch Generalstabschef Eyal Zamir betonte, die Streitkräfte befänden sich in hoher Alarmbereitschaft und seien bereit, den Kampf gegen den Iran jederzeit wieder aufzunehmen.




