Politik
ein neues Jahr in Israel beginnt mit guten Nachrichten für den israelischen Steuerzahler und vor allem Großfamilien: Der neue Finanzminister Bezalel Smotrich hat am Sonntag als erste Amtshandlung die von der letzten Regierung eingeführte Steuer auf Einwegplastikgeschirr und gesüßte Getränke (Soda) annulliert. Insbesondere Großfamilien nutzen während der vielen jüdischen Feiertage aus nachvollziehbaren Gründen Einweggeschirr. Da es sich dabei oft um religiöse Familien handelt, hatten vor allem ultra-orthodoxe Israelis die Steuererhöhung als ungerecht empfunden, da sie nun tiefer in ihren ohnehin schmalen Geldbeutel greifen mussten. Ob Gesundheits- und Umweltschäden mit einer Geldabgabe verhindert werden, darüber lässt sich streiten. Die meisten Israelis haben diese Produkte weiterhin genutzt und die Teuerung zähneknirschend hingenommen. Die Regierung wäre wohl besser beraten, in die Erziehung und konkrete Bildungsprogramme zur Schonung der Umwelt zu investieren, Stichwort: Mülltrennung und Recycling. Auch die Aufklärung bezüglich gezuckerter Getränke sollte nicht fehlen. Mit der Einlösung seines Wahlversprechens verzichtet Smotrich übrigens auf 340 Millionen Dollar Steuereinnahmen pro Jahr.
Kultur
In Israel werden im Jahr 2023 insgesamt 12 ausländische Filmproduktionen gedreht werden. Die Dreharbeiten sind im Rahmen eines neuen Programms zur Förderung ausländischer Filmproduktionen in Israel genehmigt worden und werden mit 23 Millionen Schekel von verschiedenen israelischen Ministerien gefördert. Die an dem Projekt beteiligten Ministerien sind der Ansicht, dass dieser wichtige Schritt Israel dank seiner einzigartigen natürlichen Ressourcen und historischen Schauplätze in der ganzen Welt als Zentrum für ausländische Film- und Serienproduktionen bekannt machen wird. Die Entscheidung wird auch vielen Israelis, die in den verschiedenen Produktionen arbeiten werden, ein Einkommen verschaffen.

Tourismus
Seit neustem ist das kleine jüdische Land im Nahen Osten Teil eines prestigeträchtigen Klubs von Ländern mit ganz besonderen Dörfern, die von der UN-Welttourismusorganisation als „touristisches Dorf“ international anerkannt worden sind. Eine kleine tscherkessische Gemeinde im Norden Israels darf sich nun mit eben jenem Titel schmücken. Der israelische Tourismusminister verkündete stolz: „Kfar Kama, das von der UN-Welttourismusorganisation ausgewählt wurde, wird zu einem Pilgerzentrum für viele Touristen werden und einen wichtigen positiven Einfluss auf die ländliche Umgebung haben.“ Kfar Kama umfasst eine historische Geschichte der tscherkessischen Gemeinschaft, die vor über 150 Jahren von muslimischen Tscherkessen aus dem Kaukasus gegründet wurde. Das Dorf, eines von zwei tscherkessischen Dörfern im Land, verfügt über eine einzigartige Architektur und ein Museum der tscherkessischen Kultur.

Innovation
Die israelische Innovationsbehörde hat für 2023 die Bewilligung eines Budgets von rund 150 Mio. Schekel für die Gründung von drei Innovationskonsortien mit den Schwerpunkten integrierte Photonik, Metamaterialien und Metasurface angekündigt. Damit sollen risikoreiche Unternehmungen innerhalb der israelischen Technologiebranche gefördert und gleichzeitig neue Kernkompetenzen entwickelt werden, die es sowohl Start-up-Unternehmen als auch Großunternehmen ermöglichen, mit bahnbrechenden Technologien, wie beispielsweise Tarntechnologie, in neue Märkte einzusteigen, hieß es. Dies stärke den Wettbewerbsvorteil der heimischen Industrie auf einem großen und noch immer wachsenden Markt und die weitere Einführung einer Reihe fortschrittlicher Technologien in den Bereichen medizinische Diagnostik (MRT und Endoskopie), Kommunikation (Satellitenkommunikation und kostengünstige verstellbare Antennen), fortschrittliche Sensoren und LiDAR sowie unterstützende Avioniksysteme.
Umwelt
Teil des Budgets der israelischen Umweltbehörde soll in Projekte fließen, die sich mit einem kreativen Einsatz von Käfern und Insekten als Lösung für das Problem organische Abfälle beschäftigen, wobei die Umweltverschmutzung enorm reduziert werden kann. Versuchsreihen haben sich bereits als äußerst wirksam erwiesen: Wanzen beispielsweise haben ein hohes Nährstoffpotenzial, produzieren weniger Treibhausgase und stoßen weniger Ammoniak aus als Nutztiere aus. Die industrielle Aufzucht von Käfern und Insekten benötigt weniger Platz, Wasser und Land als eine Rinderfarm, und sie sind effektiver bei der Umwandlung von Nahrungsmitteln in Biomasse. Ein konkretes Beispiel ist die Forschung an der Soldatenfliege (Hermetia illucens), die sich von organischen Abfällen ernährt. Die Larven können verschiedene Formen von organischen Abfällen in Qualitätsprodukte (Proteine, Öle, Dünger und mehr) umwandeln.








Ich freue mich über jedes israelische Start-up, das erfolgreich wird. Israels Technologien bereichern die Erde und machen das Leben einfacher. Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist für mich am wichtigsten dabei. Ich wünsche allen israelischen Start-ups viel Erfolg weiterhin.
Ich bin ziemlich geschockt zu lesen, dass gerade die Frommen soviel Plastik müll regelmäßig produzieren. Hier in Deutschland ist ja der gegenläufige Trend. Rückgabe, Mehrweg etc. In Großfamilien sind doch auch viele Hände zum Arbeiten.
Notfalls kann jeder sein Geschirr abwaschen. Achtsamkeit. Werschätzung der Schöpfung.
Das kleine Land braucht Geoschutz
von uns und oben!