ChatGPT ist eine App, die mit künstlicher Intelligenz Fragen beantwortet, oder Texte schreibt. Die amerikanische Entwicklung ist auch auf Deutsch verfügbar.
Die App auf Hebräisch zu betreiben, ist eine besonders schwierige Herausforderung, da eine sehr umfangreiche Lernfähigkeit erforderlich ist und die Innovation Authority versucht, diese zu überwinden. Gestern wurde auf der Konferenz „Data Science“ am College of Management eine Ausschreibung angekündigt, um das Thema voranzutreiben. Was zurzeit nur auf Englisch möglich ist, soll in der Zukunft auch auf Hebräisch möglich sein. Man fragt auf Hebräisch und bekommt in der biblischen Sprache eine Antwort von der künstlichen Intelligenz.

ChatGPT ist bereits Teil unserer alltäglichen Begriffswelt geworden. Seit einer Weile ist ChatGPT in aller Munde: Schüler nutzen den Chat-Bot als Hausaufgabenhilfe, Studenten lernen damit, und sogar Reden kann man sich mittels Künstlicher Intelligenz schreiben lassen. Sogar Berichte und News für die Nachrichten spuckt die künstliche Intelligenz heraus. Dafür muss man nur die richtigen Fragen stellen. Mit ChatGPT kann jeder Nutzer in einen Dialog zu nahezu jedem erdenklichen Thema treten. Das Tool beantwortet Fragen oder schreibt Texte, die dann als Grundlage für weitere Anfragen dienen können. Das Besondere ist, dass der Chatbot aus der Unterhaltung lernt. Das soll nun auch in Hebräischer Sprache umgesetzt werden.
Israels Innovationsamt versucht diese Herausforderung zu meistern, indem sie Israels Industrie und Wissenschaftler dazu aufruft, Tools und Datenbanken zu erstellen, die in der hebräischen Sprache hilfreich sein können. Diese Initiative wurde gestern auf der jährlichen Data Science-Konferenz, in der Fakultät für Informatik im akademischen Bereich des College of Management vorgestellt.

„Unserer Erfahrung nach ist der ChatGPT auf Hebräisch im Vergleich zu seinen Funktionen auf Englisch wirklich umständlich“, sagt Yael Rosenberg, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturabteilung im Innovationsamt, gegenüber den israelischen Medien. „Englisch ist eine weit verbreitete Sprache. In Sprachen mit wenigen Benutzern wie Hebräisch oder Rumänisch und Ungarisch ist ihre Entwicklung viel geringer, und für Unternehmen in der Branche ist die Entwicklung finanziell nicht rentabel. Um also gute Lösungen für Hebräisch zu finden, müssen wir ein Interesse daran haben, die notwendige Infrastruktur zu entwickeln.“
Obwohl die Entwicklung von KI-Tools auf Hebräisch noch in den Kinderschuhen steckt, ist der Einsatz dieser Tools in Israel recht umfangreich. Aus den Daten des Business-Intelligence-Unternehmens Similarweb, das Browsing-Daten auf Websites analysiert, geht hervor, dass allein im letzten Monat 6,7 Millionen israelische Besuche auf der ChatGPT-Website registriert wurden. Jeden Tag werden durchschnittlich mehr als 239.000 Zugriffe registriert und Israelis surfen auf der Website jeweils etwa 7 Minuten lang. Darüber hinaus erlebt die Welt zwar eine Art „Abflachung“ der Browsing-Daten des Chats, der letzten November für die öffentliche Nutzung eingeführt wurde, doch in Israel ist in den letzten Monaten tatsächlich ein Anstieg der Anmeldezahlen zu verzeichnen.

„Zweifellos befindet sich der Bereich der Internetsuche im Wandel“, sagt Dr. Kfir Bar, Dozent an der Fakultät für Informatik am College of Management gegenüber N12. „Dies ist ein Katalysator für einen Wandel in der Wahrnehmung der Textsuche. Am Ende werden wir lernen, anders und natürlicher zu suchen.“ Tatsächlich scheint es, dass die Einführung des ChatGPT es geschafft hat, die Karten im Bereich der Internetsuche wieder aufzubessern, während der Konkurrent, der das Feld bisher dominiert, Google, ein eigenes Modell zur Verarbeitung natürlicher Sprache entwickelt.
Dennoch steht die Entwicklung natürlicher Sprachverarbeitungsmodelle erst am Anfang und wir erwarten viele technologische Innovationen auf diesem Gebiet, insbesondere für israelische Benutzer. „Hebräisch birgt mehrere Herausforderungen“, betont Bar. „Beispielsweise sind Hebräisch und Arabisch Sprachen mit viel Morphologie. Darüber hinaus basieren die meisten modernen Werkzeuge zur Verarbeitung natürlicher Sprache auf Textdatenbanken und statistischen Methoden. Zur Unterstützung dieser Algorithmen sind viele Texte nötig.“ Gemäß Rosenberg hätte es ohne Motivation und staatliche Unterstützung Israels vielleicht erst in weiteren zehn Jahren passieren können. „Vielleicht hätten wir den Push verpasst“, sagte Rosenberg.





Eine gefährliche Sache, diese KI!! Wenn dieses System ausser Kontrolle gerät…oder vielleicht beinahe schon ist…meine Güte…Endzeit ‼️
Interessant, dann braucht man ja irgendwann keinen lebendigen Gesprächspartner mehr, um interessante, tiefsinnige, wissenschaftliche und nette Gespräche zu führen. Das ist bestimmt für allein lebende Singles sehr interessant. Kann man sich mit dieser KI auch streiten? Das fehlt vielleicht dem einen oder anderen Single…..