Nachwirkungen und Israels heroische Normalität

Es geht aufwärts für die jüdische Nation, zumindest für diejenigen von uns, die zu Ihm aufschauen, von dem die Hilfe zu uns kommt.

Foto: Miriam Alster/Flash90

Gute Morgen liebe Leser!

Wir sind jetzt in einer Post-Corona-, Post-Terror-Raketen- und sogar Post-Wahl-Welt (nach 4 Versuchen) hier in Israel. Die Masken sind weg, und in mehr als einer Hinsicht können wir alle nach diesen langen, erschütternden Monaten tief durchatmen.

Es gibt keine Masken mehr (fast), hinter denen wir uns verstecken können, was bedeutet, dass wir deutlich sehen, dass nicht jeder von den Nachwirkungen all der Unruhen, die wir durchgemacht haben, lächelt. Endlich haben wir eine neue Regierung, aber wir haben auch einen guten Blick auf die wahren Gesichter (manche mit zwei!) unserer Politiker bekommen, die geblufft, getrickst und offen gelogen haben, um uns zu durch die Wahl zu führen, bevor wir in einer Post-Bibi-Welt landeten.

Auch dies war keine sanfte Landung, denn wir erfuhren, dass zum ersten Mal in der Geschichte arabische Israelis Teil einer Regierungskoalition sind, die aus rechten, linken und dazwischen liegenden Knessetabgeordneten besteht. Skeptiker machen viel Lärm, viel mehr als diejenigen, die hoffen, dass die verschiedenen Strömungen, die in der Regierung zusammenarbeiten, eine Welle der Heilung in unser verpfuschtes Leben bringen könnten.

Zurück ins Leben.

Pessimisten schreien fast immer lauter; sie scheinen mehr davon überzeugt zu sein, dass die Dinge nicht funktionieren werden. Ist es einfacher, etwas Falsches in der Welt zu finden als etwas Gutes? Manchmal frage ich mich, ob nicht die Evolution an unserem ewigen Skeptizismus schuld ist. Sie kennen doch die Geschichte von den beiden Höhlenmenschen, die vor einem dunklen Tunnel stehen. Der eine sagt: „Da gehe ich nicht rein, da könnte ein Bär, ein Löwe oder eine Schlange sein.“ Der andere sagt: „Ja, aber es könnte auch ein Schatz drin sein.“ Er geht hinein, kommt aber nie wieder heraus, und die Pessimisten-Gene werden seitdem immer wieder weitergegeben.

Spaß beiseite, jetzt, wo wir in einer Post-Bibi-Welt leben, sind die Nachwirkungen nicht klar. Bennett hält sich mit beiden Händen an seiner winzigen Kippa fest und hofft, dass die Winde des Wandels die neue Regierung nicht stürzen werden, und zum größten Teil kehren die Menschen trotz allem und auf typisch israelische Art und Weise zu ihren Routinen aus der Zeit vor COVID zurück, lauwarm und mit Vorbehalten. Ungewissheit ist nie angenehm, aber Israelis haben diesen unermüdlichen Geist, der sich weigert, aufzugeben und immer dafür kämpft, zu dem zurückzukehren, was ich gerne Israels heroische Normalität nenne.

Premierminister Naftali Bennett.

Während sich also der Verkehr auf den Straßen staut, die immer noch mitten in den Bauarbeiten stecken, die während der Lockdowns begannen, als die Straßen leer waren, Züge und Busse überfüllt sind, es in der sengenden Sommerhitze Schlangen vor der Bank und dem Supermarkt gibt und man am Wochenende vor lauter Menschenmassen kaum ein Fleckchen Strand finden kann, tut es gut zu sehen, wie das Land wieder lebendig wird. Verdammte Evolution, es geht aufwärts für die jüdische Nation, nun, zumindest für diejenigen von uns, die zu Ihm aufschauen, von dem unsere Hilfe kommt.

Die Leute fragen wieder, ob es sicher ist, nach Israel zu kommen, und wie immer sage ich ihnen, dass dies der sicherste Ort auf dem Planeten ist, was übrigens sogar die Weltgesundheitsorganisation jetzt bestätigt, wenn Sie sich Sorgen um Corona machen. Wir arbeiten an einem Bericht, um Sie wissen zu lassen, welche Schritte unternommen werden müssen, um in das Land und durch den Ben Gurion Flughafen zu gelangen, sobald wir die endgültigen Details von der Regierung nach ein paar Pannen in dieser Woche erhalten können. Ich kann nur sagen, dass ein Besuch in Israel immer noch und immer wieder eine lebensverändernde Erfahrung für diejenigen ist, die Ohren zum Hören und Augen zum Sehen haben.

Unser Team von Israel Heute würde sich freuen, Sie hier in unserem Büro in Jerusalem zu treffen und zu begrüßen (sobald dies möglich sein wird), wenn Sie kommen, also lassen Sie es uns wissen.

Bis bald,

David

 


Das Wetter für heute in Israel

Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und jetzt bei – 209,555 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 75,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Die Redaktion von Israel Heute wünscht allen Lesern einen angenehmen Sonntag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Jerusalem!

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