Joseph Patrick Neumeyer, ein 28-jähriger Staatsbürger der USA und Deutschlands, wurde in der vergangenen Woche in Tel Aviv festgenommen und inzwischen an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Ihm wird vorgeworfen, einen Brandanschlag vorbereitet und in sozialen Netzwerken zur Gewalt gegen US-Präsident Donald Trump aufgerufen zu haben.
Am 19. Mai näherte sich Neumeyer dem Nebeneingang der Zweigstelle der US-Botschaft in Tel Aviv, spuckte einem Sicherheitsbeamten ins Gesicht und flüchtete. Zurück ließ er einen Rucksack mit drei Molotowcocktails, gefüllt mit brennbarer Flüssigkeit. Die israelische Polizei nahm ihn noch am selben Tag in einem Hotel in Tel Aviv fest.
In einem Facebook-Post schrieb Neumeyer: „Join me as I burn down the embassy in Tel Aviv. Death to America. Death to Americans.“ (Kommt mit mir und brennt die Botschaft in Tel Aviv nieder. Tod für Amerika. Tod für die Amerikaner.) Auch Elon Musk richtete er direkte Drohungen aus.
Man who tried to firebomb US embassy in Tel Aviv arrested in NYhttps://t.co/YqPLbeNOtB
— Ynetnews (@ynetnews) May 26, 2025
Am Freitag wurde Neumeyer an die USA überstellt und bei seiner Ankunft am Flughafen JFK in New York verhaftet. Vor einem Bundesgericht in Brooklyn muss er sich nun verantworten. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar.
Nur wenige Tage zuvor waren zwei israelische Botschaftsmitarbeiter in Washington, D.C., Opfer eines tödlichen Anschlags geworden. Die Vorfälle werfen neue Fragen zur Sicherheit diplomatischer Vertretungen auf.
Das US-Justizministerium lobte die Zusammenarbeit mit den israelischen Sicherheitsbehörden. Neumeyers Vater äußerte sich unterdessen besorgt über den psychischen Zustand seines Sohnes. Ob dies im Verfahren berücksichtigt wird, bleibt offen.




