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Nach Druck von außen jetzt auch Druck von innen

Die Ereignisse vom Freitag haben in Israel eine Reihe von Diskussionen angeregt und sogar zu Protesten Linksgerichteter in Tel Aviv geführt.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat am Sonntag bekräftigt, dass die Leichen der am Freitag getöteten Terroristen nicht in den Gazastreifen überführt werden. Eine solche Aktion werde nur im Austausch mit den sterblichen Überresten der beiden 2014 gefallenen jüdischen Soldaten Hadar Goldin und Oron Shaul geschehen, die bis heute von der Hamas festgehalten werden.

Die Ereignisse vom Freitag haben in Israel eine Reihe von Diskussionen angeregt und sogar zu Protesten Linksgerichteter in Tel Aviv geführt. Einen von der linken Meretz-Politikerin Tamar Sandberg geforderten Untersuchungsausschuss lehnte Lieberman kategorisch ab. Er warf ihr vor, nicht Israel sondern die Palästinenser zu repräsentieren. „Die Hamas hat 260 Millionen Dollar in ihre Terrorinfrastruktur investiert, statt in Elektrizität und Wasser. Und ihnen ist es sogar gelungen, 15 Millionen Dollar für die Terrorparade am Wochenende locker zu machen“, kritisierte Lieberman im israelischen Fernsehen.

Dass der Verteidigungsminister Klartext redet und sich ganz auf die Seite der Armee stellt, hat Signalwirkung. Immerhin wird Israel für die Verteidigung seiner Grenze gegen Hamas-Terroristen nicht nur von außen, sondern auch von innen her scharf kritisiert, wie beispielsweise auch die Bemerkungen des Armeeradio-Moderators Koby Meidan zeigen, der sagte, er „schäme sich dafür, ein Israeli zu sein“.

„Und ich schäme mich, dass dieser Journalist ausgerechnet beim Militärradio arbeitet. Ich erwarte, dass er in dieser Position mit der nötigen professionellen Ehrlichkeit an die Sache herangeht und die richtigen Schlüsse zieht“, konterte Liberman, der dem Journalisten nahelegte, sich villeicht nicht beim Militär, sondern woanders einen Job zu suchen.

Im Kontext der derzeitigen Ereignisse im Gazastreifen und der dortigen Hamas-Aufruhr werden in letzter Zeit vermehrt Eindringlinge aus dem Gazastreifen in Israel aufgegriffen, die den Grenzzaun illegal überwinden. Auch am gestrigen Sonntag wurden wieder drei Palästinenser von der israelischen Armee festgenommen, die sich Zutritt nach Israel verschafft hatten. Die unbewaffneten Männer werden derzeit vom Militär vernommen. Letzte Woche waren drei Palästinenser verhaftet worden, die sich mit Granaten und Messern bewaffnet nach Israel eingeschlichen hatten. Sie konnten 20 Kilometer von der Grenze zum Gazastreifen entfernt dingfest gemacht werden.

(Foto:Yonatan Sindel/Flash90)

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Patrick Callahan

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