Als vor wenigen Tagen Israels Generalstabschef Eyal Zamir den Beginn der zweiten Phase der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen unter dem Namen „Gideons Streitwagen II“ verkündete, reagierte die Hamas und erklärte ihrerseits den Start einer Gegenoperation, die sie „Moses’ Stab“ nennt.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sucht seit einiger Zeit nach einem kraftvolleren Namen für die bevorstehende Bodenoffensive im Gazastreifen. Der bisherige Titel „Gideons Streitwagen II“ erscheint ihm wenig aussagekräftig und ist zudem zu eng mit der letzten Gaza-Operation verknüpft, deren Verlauf ihn unzufrieden zurückließ.
Am 7. Oktober 2023 nannte Hamas ihr Massaker „Al-Aqsa-Sintflut“. Sie griff damit ein biblisch-koranisches Bild auf, die Sintflut als göttliches Gericht, das ganze Völker hinwegfegt. Die Botschaft war klar: Israel solle wie einst die sündige Menschheit ausgelöscht werden. Nun, in ihrer Gegenoffensive, bedient sich Hamas erneut eines fremden Symbols, des Stabes Moses. Doch genau darin liegt der Irrsinn. Denn sowohl Sintflut als auch Mose stehen in Bibel und Koran nicht für die Vernichtung Israels, sondern für seine Rettung und die Zerschlagung seiner...
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