Lehrerin aus israelischem Kindergarten gewaltsam entfernt, weil Sie gegen Impfungen ist

Premierminister Bennett startet eine Telefonkampagne, die Israelis dazu auffordert, sich gegen COVID impfen zu lassen, da die Infektionsraten weiter steigen

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Coronavirus
Foto: Yossi Aloni/Flash90

Eine Hilfslehrkraft wurde am Donnerstag gewaltsam aus einem Kindergarten in Haifa entfernt, nachdem sie sich geweigert hatte, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, einen Antigen-Schnelltest zu machen oder gar eine Maske zu tragen.

Das israelische Bildungsministerium hat vorgeschrieben, dass alle Lehrer entweder vollständig gegen COVID-19 geimpft sein oder sich regelmäßig einem Coronavirus-Test unterziehen müssen, um sicherzustellen, dass sie nicht infiziert sind, bevor sie das Schulgelände betreten.

Als die betreffende Lehrerin am Donnerstag zum Unterricht erschien, obwohl sie keine dieser Anforderungen erfüllte, wurde sie vom Schulleiter aufgefordert, die Schule zu verlassen. Als sie sich weigerte, nahm der Schulleiter die Kinder mit nach draußen und rief die Behörden an.

Kurze Zeit später wurde die Assistenzlehrerin gewaltsam entfernt, und es wurde eine offizielle Anzeige gegen sie bei der Polizei eingereicht.

In einer Stellungnahme des Bildungsministeriums zu dem Vorfall heißt es:

„Das Protokoll besagt eindeutig, dass Lehrkräfte oder Erzieher, die nicht geimpft sind, verpflichtet sind, einen Antigen-Schnelltest durchzuführen. Wenn sie sich weigern, einen Test zu machen, wird ihnen der Zutritt zur Bildungseinrichtung strengstens untersagt.“

Obwohl Israel eine sehr hohe Impfquote gegen COVID-19 aufweist, gibt es nach wie vor eine starke lokale Bewegung gegen die Coronavirus-Impfung. Etwa eine Million Israelis, die für eine Impfung infrage kommen, weigern sich, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen, und sind zur Zielscheibe aggressiver Regierungskampagnen geworden, die darauf abzielen, die gesamte Bevölkerung zu impfen.

In seinem jüngsten Versuch, diese Israelis davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen, startete Premierminister Naftali Bennett am Donnerstag eine Robocall-Kampagne. Hunderttausende Israelis erhielten automatische Anrufe mit einer Aufzeichnung des Ministerpräsidenten, der ihnen mitteilte:

„Hallo, hier spricht Premierminister Naftali Bennett. Die Delta-Variante des Coronavirus greift die Länder der Welt an, und der Staat Israel hat die Mittel, sie zu besiegen: die dritte Dosis des Impfstoffs und das Tragen von Masken. Studien haben bewiesen, dass der Coronavirus-Impfstoff sicher und wirksam ist und Leben rettet. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine Impfung“.

Am Donnerstag wurden in Israel weitere 11.200 COVID-19-Infektionen registriert, der vierte Tag in Folge mit über 10.000 neuen Fällen.

Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen, die aufgrund von COVID-19 in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurden, in der vergangenen Woche um fast 100 zurückgegangen. Die Behörden führen dies auf die rasche Verabreichung von Auffrischungsimpfungen des Corona-Impfstoffs zurück. Etwa 2,5 Millionen Israelis haben bereits eine dritte Dosis des Pfizer-Impfstoffs erhalten.

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