Ausgerechnet eine Jüdische Studentengruppe an der Princeton Universität war verantwortlich für die Absage einer geplante Rede der Israelischen stellvertretenden Außenministerin Tzipi Hotovely im „Zentrum für Jüdisches Leben“ – Princeton Hillel. Hotobely, die sich in diesen Tagen auf einer Aufklärungsreise in den USA befindet (Artikel) war jedoch nicht bereit, auf ihren Vortrag zu verzichten. Er fand schließlich im Chabad-Haus der Universität statt.
(Foto: Miriam Alster/Flash90)
„Ihr bringt die Stimme der Israelischen Demokratie zum Schweigen“, lautete die Reaktion von Hotovely an die Jüdische Studentengruppe mit dem Namen Alliance of Jewish Progressives, die durch ihren Protest die Absage des geplanten Vortrags erreicht hatten. Hotobely sollte im Princeton Zentrum für Jüdisches Leben sprechen.
Die Jüdische Studentengruppe schrieb in ihrem Beschwerdebrief gegen den Auftritt Hotovelys: „Hotovelys Arbeit führt zu einem nicht zu reparierenden Schaden der Aussicht auf eine friedliche Lösung des Israelisch-Palästinensischen Konflikts. Sie hat sich gegen die Errichtung eines Palästinensischen Staates ausgesprochen und die Ausweitung des Siedlungsbaus in der Westbank zu ihrer Mission gemacht.“
Als Reaktion auf diesen Brief entschloss sich das „Zentrum für Jüdisches Leben“ den Auftritt von Hotovely zu verschieben, „um das Programm noch einmal ausführlich durchzugehen.“
Das Chabad Haus auf dem Campus lud die Israelische Politikerin dann ein, Ihren Vortrag dort abzuhalten. Hotovely bedankte sich dafür und richtete sich an die Vorsitzende des „Zentrum für Jüdisches Leben“, Rabbinerin Julie Roth: „Mit der Absage des Vortrages verletzen Sie die grundsätzliche Freiheit der Studenten. Sie verweigern die Freiheit des Studenten, verschiedene Standpunkte zu hören, nachzufragen, herauszufordern und für sich selbst zu entscheiden.“
Tzipi Hotovely spricht im Chabad Haus der Princeton Universität, gestern
Tzipi Hotovely sprach vor einigen Tagen an der Columbia University in New York, wo ihre Ansichten bezüglich des Israelisch-Palästinensischen Konflikts Berichten von dort Anwesenden zufolge mit viel Skepsis angenommen wurden. Für heute ist ein Vortrag an der New York University geplant.




