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Israel will sein Image aufbessern, aber ohne die Bibel?

Jerusalem arbeitet mit einem der führenden Experten für Markenbildung zusammen, während man sich über die Auswirkungen des Gazakrieges Sorgen macht.

Israel
Was bedeutet ein neues Image für Israel? Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Der Gazakrieg wurde von Antisemiten auf der ganzen Welt ausgenutzt, um Israel als Staatsfeind Nr. 1 darzustellen, und viele Israelis machen sich zunehmend Sorgen darüber, was dies für ihre Zukunft bedeuten könnte.

Jerusalem hat einen führenden Experten für Nation Branding engagiert, um das Image des jüdischen Staates aufzupolieren.

Aber wird die neue Kampagne den wichtigsten Aspekt der Geschichte Israels, die Bibel, berücksichtigen? Schlimmer noch, wird sie versuchen, Israels biblischen Charakter zugunsten eines progressiveren, moderneren Images zu verleugnen?

 

Brand.IL

Die neue Branding-Initiative trägt den Namen Brand.IL und wird von einer Gruppe von Geschäftsleuten und Philanthropen geleitet, die sich zum Ziel gesetzt haben, das internationale Image Israels deutlich zu verbessern.

 

Experten gefragt

Simon Anholt, ein weltweit anerkannter Experte für Nation Branding und Gründer des Nation Brands Index (NBI), besucht diese Woche Israel, um die Grundlagen für dieses ehrgeizige Projekt zu legen. Anholt war bereits an der Markenbildung für zahlreiche Länder beteiligt, darunter Großbritannien, Japan, Deutschland, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Seine umfassende Erfahrung und sein strategischer Ansatz konzentrieren sich auf Maßnahmen und nicht auf bloße Botschaften, die seiner Meinung nach für eine wirkliche Verbesserung der Reputation unerlässlich sind.

 

Umfrageergebnisse zur Stimmung in Israel

Eine vom Marktforschungsunternehmen Shiluv für Brand.IL durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Israelis sehr besorgt über das internationale Image ihres Landes sind. Die wichtigsten Ergebnisse sind

 

  • 72 % der Israelis glauben, dass Israel international isoliert und abgelehnt wird.
  • 75 % glauben, dass der Staat nicht genug tut, um sein Image zu verbessern.
  • 68 % geben an, dass sich das beschädigte Image des Landes negativ auf die nationale und persönliche Sicherheit auswirkt.
  • 80 % befürchten wirtschaftliche Folgen wie eine höhere Arbeitslosigkeit und einen Rückgang ausländischer Investitionen und des Tourismus.

Darüber hinaus ziehen es 58 % der Befragten vor, jüdische und israelische Symbole zu verstecken, wenn sie ins Ausland reisen, und fast die Hälfte erwägt, Israel zu verlassen. Dies spiegelt einen deutlichen Vertrauensverlust wider, da nur 30 % nicht daran interessiert sind, eine ausländische Staatsbürgerschaft anzunehmen.

 

Strategische Ziele und Erwartungen

Brand.IL hat sich zum Ziel gesetzt, die Position Israels im NBI von derzeit Platz 46 auf einen Platz unter den ersten 30 zu verbessern. Dieses Ziel orientiert sich an den Erfolgsgeschichten von Ländern wie Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die ihr internationales Image durch ähnliche Initiativen deutlich verbessert haben.

Anholts Team wird mit wichtigen Entscheidungsträgern aus verschiedenen Bereichen wie Regierung, Militär, Wirtschaft, Hightech und Wissenschaft zusammenarbeiten, um einen strategischen Rahmen für Israels Bemühungen um ein neues Markenimage zu entwickeln. Die Einstufung der Länder im NBI basiert auf folgenden Kriterien: Exporte, Regierungsführung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus, Investitionen und Einwanderung.

 

Weitere Auswirkungen

Die Umfrage zeigt, dass dringend strategische Anstrengungen unternommen werden müssen, um der negativen Wahrnehmung nach den Ereignissen vom 7. Oktober und dem anschließenden Gaza-Krieg entgegenzuwirken. Das übergeordnete Ziel besteht darin, das Image Israels in der Welt zu stärken und damit seine Sicherheit, seine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und seinen allgemeinen Status auf der internationalen Bühne zu verbessern.

Auf diesem Weg der Markenbildung ist die Zusammenarbeit mit Simon Anholt ein wichtiger Schritt, um die Wahrnehmung Israels in der Welt zu verändern und sowohl die unmittelbaren als auch die langfristigen Herausforderungen anzugehen, die sich aus dem derzeitigen internationalen Image des Landes ergeben.

 

Ist das der richtige Ansatz?

Israel ist nicht wie Großbritannien, Deutschland, Japan oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Grund, warum sich die meisten Menschen auf der Welt überhaupt für Israel interessieren, ist die Bibel. Für Christen ist es der Glaube an die Bibel, der sie nach Israel zieht. Für Säkulare und Muslime ist es die Ablehnung dessen, was die Bibel über Israel und seine Zukunft sagt, auch wenn sie sich dessen nicht immer bewusst sind.

Anholt und sein Team betreten Neuland. Der weltweite Hass auf Israel ist obsessiv und übertrieben, in einem Ausmaß, das mit der Haltung gegenüber keinem anderen Land vergleichbar ist. Der Konflikt im Gazastreifen ist relativ klein, aber irgendwie ist er zum beherrschenden Thema in fast jedem Land der Welt geworden. Eine logische Erklärung dafür gibt es nicht.

Erkennen Anholt und sein Team die Einzigartigkeit der israelischen Zwangslage? Denn nur dann werden sie erkennen, dass auch die Lösung einzigartig sein muss. Die Zeit wird es zeigen.

About the author

Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Israel will sein Image aufbessern, aber ohne die Bibel?”

  1. marie.luise.notar sagt:

    die Lösung KANN NUR SEIN: DER BIBLISCHE GOTT ABRAHAMS ISAAKS UND JAKOBS

    SHAMA ISRAEL !!!!

  2. Hans-Jürgen Rieth sagt:

    Fassungslos lese ich heute die Worte:…aber ohne die Bibel. Wagt es da etwa einer laut zu denken? Auch wenn ich dem teilweise zustimme, machen der oder die Denker einen eklatanten Fehler: Es geht nicht um die Bibel, es geht darum was man daraus gemacht hat. Es geht um Religion, es geht um judaistische Religion. Es geht darum wie man oder wer die Bibel interpretiert. Im Logion 28 des Thomas Evangeliums sagt Jesus: ‚Ich habe mich ihnen (den Juden) im Fleisch offenbart; ich fand sie alle trunken. Wenn sie ihren Wein lassen, werden sie umdenken‘.
    Umdenken ist angesagt, umdenken…
    Warum wohl wird das Thomas Evangelium von Christen (und Juden) abgelehnt?

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