Israel Heute Morgen

Wir nähern uns dem Ende der Sommerferien. Doch zum Glück beginnen bald die Feiertage, so dass man vieles auf „nach den Feiertagen“ verschieben kann, wie es sehr gerne hier bei uns gemacht wird. Die Preise für Milchprodukte, ein empfindliches Thema, sollen allerdings noch vor den Feiertagen erhöht werden.

von | | Themen: Guten Morgen

Guten Morgen liebe Leser!

Ein neuer Tag beginnt, wir haben schon wieder die Mitte der Woche erreicht. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass wir mitten drin im Alltag sind. In den Nachrichten im Fernsehen sprach man weiterhin von einer vielleicht bald erreichten Einigung mit der Hamas. Danach gab es Live-Schaltungen nach Genua, wo gestern eine Autobahnbrücke eingestürzt ist. Eine schreckliche Tragödie. Dann noch ein Bericht über eine Autotoattacke in London. Diese Art des Terrors gibt es mittlerweile eben nicht nur hier bei uns. Am Ende dann der Wetterbericht. Es bleibt wie es ist, die Temperaturen, wie sie im Sommer sein sollen. Danach wurde eine weitere Folge einer Reality Show gesendet. Alltag eben.

Und hier nun das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen, die nun der Jahreszeit entsprechend sind. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.03 m unter dem Meeresspiegel

So langsam muss sich unser jüngster Sohn daran gewöhnen, das die Sommerferien, es sind seine letzten, bald zuende sein werden. Da der 1. September, normalerweise der erste Tag des neuen Schuljahres, diesmal auf einen Shabbat fällt, hat er sogar noch einen Tag mehr, sich an die Idee zu gewöhnen, dass die Schule wieder beginnen wird. Aber nur ein paar Tage später haben wir bereits Neujahr und dann gibt es immer ein paar freie Tage. Und dann sind auch die Sukkot-Ferien nicht mehr weit entfernt. So ist der Schulbeginn in diesem Jahr eigentlich nur ein Datum auf dem Papier, denn so richtig losgehen wird es wohl erst “nach den Feiertagen”, wie man hier bei uns immer gerne sagt. Vieles wird gerne auf “nach den Feiertagen” verlegt. Im Radio hat man sich gestern darüber lustig gemacht und gesagt, man habe die Feiertage nur deswegen geschaffen, damit man wichtige Dinge auf einen Zeitpunkt nach diesen Tagen verlegen kann. Trotz allem sollte ich vielleicht einen Blick auf die Schulbuchliste werfen, den diese sollte ich wohl doch lieber noch vor den Feiertagen besorgen.

Und nun noch ein schmerzliches Thema, dass viele Israelis sehr verärgert. Zwei der größten Molkereien des Landes, Tnuva und Tara, haben angekündigt, die Preise einiger ihrer Produkte zu erhöhen, so etwas macht man nun wieder sehr gerne vor den Feiertagen, also vor Beginn der übertriebenen Einkäufe. Seit den Demonstrationen gegen die hohen Lebenskosten im Jahr 2011 sind die Lebensmittelunternehmen sehr vorsichtig geworden, was Preiserhöhungen betrifft. Daher soll der Preis für den Cottage, der berühmte israelische Hüttenkäse, der damals Auslöser für die grössten Demonstrationen, die es in Israel je gegeben hatte, war, unangetastet bleiben. Ob das den Verbraucher beruhigt? Was mir zu teuer ist, das kaufe ich nicht, wenn viele es so machen würden, hätte der israelische Verbraucher viel mehr Einfluss auf die Preise im Supermarkt. Doch leider gibt es viel zu viele Menschen, die kaum auf den Preis schauen beim Einkaufen, sie kaufen, was sie gewohnt sind. Ok, ganz so schlimm ist es nicht mehr, etwas mehr Bewusstsein für die Preise gibt es mittlerweile schon. Ich kaufe jedenfalls lieber die Milchprodukte, deren Preise vom Staat festgelegt sind.

Einer der beliebtesten Ecken im Supermarkt, der Milch-Kühlschrank (Foto: Dov Eilon)

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Alles, was heute in Israel wichtig ist, werden Sie später in unseren täglichen Meldungen erfahren. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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