Israel Heute Morgen

Das Wetter ist zur Zeit unberechenbar. Ein paar Worte über das nicht alltägliche Wetter mit heftigen Hagelschauern im Raum Tel Aviv, die Hoffnung auf einen israelischen Sieg bei der Eurovision und die unglückliche Platzwahl für das sich im Bau befindlichen „Museum der Toleranz“ in Jerusalem.

von | | Themen: BDS

Guten Morgen liebe Leser!

Es ist wieder etwas kühler geworden, nachdem die Temperaturen gestern wieder etwas gestiegen haben. Das Wetter ist zur Zeit unberechenbar. In den nächsten zwei Tagen soll es wieder wärmer werden, aber wohl nur, damit es dann am Wochenende wieder deutlich kühler werden kann. So einen Mai habe ich hier im Land noch nie erlebt. Auch in den Nachrichten gestern Abend wurde gesagt, dass das Wetter verrückt geworden sei-

Und hier ist erst einmal das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer und Gewitter im Norden und an der Küste. Leichter Temperaturrückgang, für die Jahreszeit etwas zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Beersheva 25 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.365 m unter dem Meeresspiegel.

Während es gestern hier in Jerusalem nach dem morgendlichen Gewitter trocken geblieben ist, gab es im Zentrum um Tel Aviv herum heftige Hagelschauer. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Hagelschauer im Mai

Die Radfahrer des Giro d’Italia haben Israel gestern verlassen und werden ab heute in Italien weiter in die Pedale treten, zusammen mit „unseren“ zwei Israelis, Guy Niv und Guy Sagiv, die zum ersten Mal mit dabei sind. Ich drücke ihnen die Daumen. Nun geht es zum nächsten „großen“ Ereignis. Gestern habe ich Ihnen ja geschrieben, dass der Monat Mai alles andere als langweilig werden wird. Heute geht es um die Eurovision, genauer gesagt, dem Eurovision Song Contest 2018, der in Lissabon stattfindet. Ich weiß, dieser Wettbewerb ist nicht jedermanns Sache, doch für uns ist jeder internationale Wettbewerb, wo Israelis beteiligt sind, von großer Bedeutung, besonders, wenn der israelische Beitrag seit seiner Veröffentlichung als Favorit für den Sieg angesehen wird. Ich meine natürlich Netta mit dem Lied TOY.

Das Lied TOY, gesungen von Netta. Wird es den Wettbewerb nach Jerusalem bringen?

Ob einem das Lied nun gefällt oder nicht, ist eigentlich unwichtig (mit gefällt es allerdings), wir wollen den Sieg einfach gerne mal wieder nach Israel holen. Der letzte Mal geschah das vor 20 Jahren mit „Divah“ und Dana International, davor 1978, vor 40 Jahren mit „Abanebi“ und Izhar Cohen (Auch 1979 in Jerusalem gewann Israel dann mit „Halleluja“ und Gali Atari). Statistisch gesehen, wären wir in diesem Jahr wieder an der Reihe, zu gewinnen und den Wettbewerb nach Jerusalem zu holen.. Wann man die Wettbüros fragt, scheint der Sieg sicher zu sein, auch bei YouTube sieht es ganz danach aus. Das lied von Netta ist auf der Seite der Eurovision bereits mehr als 19 Millionen mal angeklickt worden, eine enorme Zahl. Doch da es sich eben um einen Beitrag aus Israel handelt, kann es gut passieren, dass wir enttäuscht werden. Zu oft haben die Stimmen der Zuschauer in den Teilnehmerländern einen politischen Charakter. Israels Image ist nicht immer das beste im Ausland. Woran das liegt? Schlechte und oft einseitige Berichterstattungen. Israel ist meistens nur bei negativen Ereignissen in den Schlagzeilen. Auch versucht die BDS-Bewegung mit einer eigens dafür eröffnete Facebookseite, die Jury-Mitglieder der Länder, die am Wettbewerb teilnehmen, davon zu überzeugen, Israel null Punkte zu geben, um einen Sieg zu verhindern. Heute Abend um 22 Uhr Ortszeit geht es los, das Halbfinale. Danach werden wir sehen, ob Israel eine Chance hat, den Wettbewerb nach Jerusalem zu bringen Das wäre toll.

Und noch ein paar Worte zum heutigen Titelbild. Das Foto zeigt den Bau des sogenannten Museum der Toleranz im Zentrum Jerusalems. So ein Museum gibt es bereits seit 1993 in Los Angeles, es gehört dem Simon Wiesenthal Center. Das Museum hat zwei zentrale Themen, der Rassismus und die Geschichte des Holocausts. Ziel des Museum soll sein, die Einheit und den Respekt unter Juden und den Menschen aller Religionen zu fördern. Ungünstiger Weise wurde für das jerusalemer Museum ein recht ungünstiger Ort gewählt. Auf dem Grundstück befinden sich nämlich Teile eines alten islamischen Friedhofs (Mamilla Friedhof). Allerdings befand sich bis zum Baubeginn auf diesem Grundstück bereits ein Parkplatz der Stadt. Neben dem Bauplatz kann man auch heute noch die Reste dieses Friedhofes sehen, der unangetastet geblieben ist.

Mamilla Friedhof

Wann das Museum nun eröffnet werden kann, ist noch unklar. Ursprünglich sollte der Bau schon im vergangenen Jahr fertiggestellt worden sein. Soviel zum “Museum der Toleranz”.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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