Guten Morgen liebe Leser!
Es regnet, und wie. Heute Nacht war der Regen so heftig, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Es hörte sich an, als hätte ich die Dusche laufen gelassen. Stundenlang, bis zum frühen Morgen. Dann legte der Regen eine Pause ein, sogar die Sonne schaute kurz durch die Wolkendecke. Meine Fahrt nach Jerusalem verlief reibungslos, ohne Regen. Auch jetzt ist es noch trocken. Nun warten die Jerusalemer auf morgen, denn es soll noch kälter werden und vielleicht, aber nur vielleicht, werden wir morgen ein paar Schneeflocken sehen.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Vereinzelte Regenschauer vom Norden bis zum nördlichen Negev begleitet von Gewittern. An der Küste Gefahr von Überschwemmungen. Im Norden einzelne Gewitter möglich. Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern im Süden. Auf dem Hermon Berg schneit es. Deutlich kühler als gestern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 9 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.17 m unter dem Meeresspiegel.
Allein in Tel Aviv sind heute früh 50 Millimeter Regen gefallen. Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden. In den Netzwerken werden beeindruckende Bilder verbreitet, Strassen verwandelten sich in reißende Flüsse
Die Strandpromenade in Tel Aviv hat sich in einen Fluß verwandelt
In einem Bus in Holon
Venedig….falsch, Bnei Brak heute früh
Regen in Tel Aviv, heute frühAn diesem Wochenende werden wir also viel vom Wetter reden. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter angestiegen. Das ist gut, aber noch lange nicht genug. Wir brauchen noch sehr viel Wasser. Wir brauchen sogar immer mehr. Heute früh las ich auf dem Nachrichtenportal von Ynet, dass im Jahr 2017 ein neuer Rekord bezüglich des Wasserverbrauchs in Israel aufgestellt wurde. 1.65 Milliarden Kubikmeter wurden im letzten Jahr verbraucht. Es handelt sich dabei um einen Anstieg von 5.2% in der Landwirtschaft und 1.6% in den Privathaushalten im Vergleich zum Vorjahr, ein Jahr, das als Trockenjahr bezeichnet wurde. Es regnet also immer weniger und gleichzeitig steigt die Nachfrage mach Wasser. Das ist ein Problem.
Auch die starken Regenfälle, die wir jetzt gerade haben, sind zur Zeit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Wasserbehörde arbeitet momentan an einer neuen Kampagne, die die Bürger auffordert, mehr Wasser zu sparen. Am dringendsten wird das Wasser für die Landwirtschaft benötigt, denn immer mehr Haushalte, auch wir in Modiin, bekommen ihr Trinkwasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen. Das klingt. als hätte man das Problem gelöst, doch der Betrieb dieser Anlagen fordert einen enormen Energieverbrauch, was auch nicht optimal ist. Ich bin mit sicher, dass Israel neue Technologien zur Wassergewinnung entwickeln wird. Es gibt ja schon eine Technologie der israelischen Firma „WaterGen“, die Wasser aus der Luft gewinnt.
Hoffen, dass es in diesem Winter noch sehr viel regnen wird. Der Monat Januar hat uns bisher nicht enttäuscht. Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag, machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




