Guten Morgen liebe Leser!
Als ich heute früh aus dem Haus ging, um noch letzte Erledigungen für den Shabbat zu machen, war ich erstaunt, wie warm es war. Man hatte uns ja gesagt, dass es heute warm sein wird, aber so warm, so sommerlich, wie es hier in Modiin heute ist, das hat mich dann doch überrascht. Es ist einfach Sommer, in Deutschland hätte man fast Hitzefrei geben können, um 8 Uhr lagen die Temperaturen hier bei uns schon bei 22 Grad. Und der Wasserpegel des See Genezareth sinkt weiter, mitten im November.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teils heiter, teils wolkig mit einem weiteren leichten Anstieg der Temperaturen. Besonders im Inland und ind en Bergen überdurschschnittlich warm und trocken. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.31 m unter dem Meeresspiegel.
Das Wochenende ist immer auch das Fest der Zeitungen, die die sand besonders dick mit vielen Beilagen. Hier bei uns liebt man die Zeitungen am Wochenende. Sie sind ein zentraler Bestandteil des Wochenendes. Und mit welchen Themen werden wir uns an diesem Wochenende beschäftigen? Dazu werfen wir auch heute wieder einen Blick auf die Titelseiten der Zeitungen:

Die Zeitung Maariv berichtet von einem Interview mit dem Generalstabschef der israelischen Armee, Gadi Eizenkot. In dem Interview geht es um eine eventuelle Zusammenarbeit zwischen Israel und Saudi Arabien gegenüber der iranischen Bedrohung. Beide Länder hätten gemeinsame Interessen, was den Iran betreffe. Allerdings sei nicht geplant, die Hisbollah anzugreifen, sagte Eizenkot. Saudi Arabien hätte wohl kaum etwas dagegen einzuwenden. Was dieses Interview so interessant und ungewöhlich macht, ist die Tatsache, dass es von der Saudi-Arabischen Zeitung geführt wurde. Das die Zeitung deswegen kritisiert wurde, überrascht nicht. Aber es ist schon bemerkenswert, diese Verbindung zwischen Israel und Saudi Arabien. Weiter berichtet Maariv von der Explosion eines Autos auf der Ayalon-Strasse in Tel Aviv gestern. Es wir davon ausgegangen, dass es sich hier um eine Auseinandersetzung zwischen Verbrecherbanden handelt. Bei der Explosion ist ein Mann getötet worden, ein weiterer wurde schwer verletzt. Auch das gibt es leider hier bei uns. Eine letzte Schlagzeile berichtet von dem tragischen Tod eines Jugendlichen, er war beim Snappling in Mizpe Ramon verunglückt und vor den Augen seines Bruders 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Schrecklich.
Die Zeitung Jediot Achronot befasst sich immer sehr gerne mit unserem Ministerpräsidenten. So geht es in ihrer grössten Schlagzeile wieder um die Affäre der sogenannten Akte 1000, den Geschenken, die die Netanjahus erhalten haben sollen, vor allem teure Zigarren und Champagner. Nun wird von einer Aussage eines Fahrers des Freundes von Benjamin Netanjahu, Arnon Michan, berichtet. Der Fahrer sagte, er habe mehrmals Kisten mit Champagner und Zigarren zum Wohnsitz der Familie Netanjahu anliefern müssen. Netanjahu seinerseits bleibt dabei, dass es sich hierbei um Geschenke eines engen Freundes handle, dafür präsentierte er ein Foto mit Milchan, auf dem die beiden umarmt in die Kamera lächeln. Eine viel wichtihere Meldung befindet sich daneben. Dort geht es um den Sprecher von “Schovrim Schtika” (Breaking the Silence), jene Organisation von ehemaligen Soldaten, die hier im Land und besonders auch im Ausland Lügen über die israelische Armee verbreiten und erzahlen, wie Soldaten während ihres Dienstes Palästinenser schikanieren und auch schlagen. Bei einer Gelegenheit erzählte dieser Sprecher, dass er selbst während seines Armeedienstes einen Palästinenser geschlagen hätte. Nun wurde dies als Lüge entlarvt. Dazu später mehr.
Die Zeitung Israel Hayom, die auch am Wochenende umsonst verteilt wird, beschäftigt sich wie Maariv mit dem Interview der Saudi-Arabischen Zeitung mit dem israelischen Armeechef Gadi Eizenkot. Unter anderem sagte er, dass Israel bereiz sei, mit Saudi-Arabien Informationen über den Iran auszutauschen. Das kann man schon als bahnbrechend bezeichnen. Eine weitere Schlagzeile meldet, dass Verteidigungsminister Bennet nun der Organisation “Schovrim Schtika” verbietet, Schulen zu betreten und dort ihre Lügen zu verbreiten. Eine weitere Meldung beschäftigt sich mit dem Vorschlag des Minister für Innere Sicherheit Gilad Erdan, das Lager “Cholot”, wo illegale Einwanderer festgehalten werden, geschlossen werden soll. Er sagte, die illegalen Eindringliche sollen entscheiden, ob sie gehen oder ins Gefängnis wollen. Ein schwieriges Thema. Israel wird diesbezüglich oft kritisiert.Dabei wird oft die Lage im Süden Tel Avivs vergessen, wo besonders die älteren Einwohner sich kaum mehr aus der Wohnung trauen, die Strassen sehen aus, als sei man in Afrika. Das habe ich selber mal gesehen, als ich mich verfahren hatte.
Das war ein Überblick über ein Teil der Themen, die momentan aktuell sind. Es gibt aber noch viel mehr. Und dafür gibt es unsere Internetseite. Alles weitere dann in den Meldungen.
Noch einen Satz zum heutigen Titelfoto: Gestern feierte die äthiopische jüdische Gemeinde in Israel das sogenannte Sigd Fest. Dieser Tag wurde von Israel als offizieller Feiertag anerkannt und findet jedes Jahr am 29. des Monats Cheshvan statt. An diesem Tag feiert die äthiopische Gemeinde ihre Zugehörigkeit und Verpflichtung zum Staat Israel. Eine schöne Geste.
Nun wünsche ich Ihnen einen angenehmes und wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.
Shabbat Shalom aus Modiin
Dov




