Die Einwohner der arabischen Beduinenstadt Ar’arat an-Naqab (Ar’ara BaNegev) in Israels südlicher Negev-Region sind schockiert über die zunehmende Waffengewalt unter den Jugendlichen der Beduinengemeinde.
Am Freitag vergangener Woche wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen, wie ein junger Mann sich dem Eingang eines örtlichen Friseursalons näherte und das Feuer eröffnete, vermutlich in der Absicht, den Inhaber zu töten. Bei dem Schießangriff handelte es sich Berichten zufolge um einen „Racheakt“ eines Kunden, der mit dem Haarschnitt, den er drei Tage zuvor erhalten hatte, unzufrieden war.
Der Verdächtige wurde noch nicht verhaftet, aber der Friseur erklärte gegenüber israelischen Medien, es handele sich bei dem Schützen um einen ihm bekannten ehemaligen Kunden. Er erzählte dem Nachrichtenportal N12, der Verdächtige sei drei Tage vor dem Angriff zum Haareschneiden gekommen, aber hätte den Salon ohne zu bezahlen verlassen, weil er mit dem Ergebnis unzufrieden gewesen war.
Als der verärgerte Kunde zurückkam, wie er es zuvor angedroht hatte, eröffnete er das Feuer, obwohl sich in unmittelbarer Nähe mehrere Kinder aufhielten.
🇮🇱🚨‼️ A barbershop in Arara in the Negev, was targeted by an unidentified shooter while a five-year-old child was watching.
Fortunately, no one is injured in the incident. pic.twitter.com/WEkcLEm8zt
— TabZ (@TabZLIVE) April 26, 2024
„Die Gewalt der jungen Leute ist schockierend, schrecklich, sie kennen keine Grenzen und haben viele Waffen, und niemand kümmert sich darum“, erzählte der Friseur N12. „Wir leben im Negev, aber es ist wie in Chicago. Es ist unvorstellbar, wir leben in Angst. Wir fordern, dass die Regierung und die Polizei aufwachen und sich mit diesem Phänomen auseinandersetzen.“




