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Guten Morgen Israel – Die Maske gehört dazu

Die Maske gehört nun zu unserem täglichen Leben, ob wir es mögen oder nicht

Polizistinnen
Olivier Fitoussi/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Für heute hatte ich mir vorgenommen, Corona einfach mal zu ignorieren und über andere Dinge zu schreiben, die uns hier in Israel beschäftigen. Doch mir ist nichts dazu eingefallen. Leider scheint es in unserem täglichen Leben nichts mehr zu geben, dass nicht von der Coronakrise beeinflusst wird.

Denn es reicht, aus dem Haus zu gehen, um sofort an Corona erinnert zu werden. Allerdings muss ich zugeben, dass gar nicht mehr daran denke, auch wenn ich die Menschen mit den Schutzmasken sehe. Dieser Anblick ist zu einem Teil des täglichen Lebens geworden. Es hat also gar keinen Sinn mehr, zu versuchen, alles, was mit dem Coronavirus zu tun hat, zu ignorieren. Man kann es nicht ignorieren, denn Corona gehört zu unserem täglichen Leben.

Die Maske ist zu einem Konsumgut des täglichen Lebens geworden, auch wenn sich einige Menschen noch sträuben, auch ihre Nase damit zu bedecken. Gestern sah ich im Fernsehen einen Bericht über die Preise der Masken. Zu Beginn der Krise waren sie noch recht teuer, 10 normale Masken, diese blauen, kosteten um die 6 Euro. Heute kann man 50 Masken schon für gerade mal 8 Euro bekommen. Die Maske ist zu einem Massenverbrauchsprodukt geworden, die man kauft wie Eier und Milch.

Aber wissen Sie, was mich nervt? Es nervt mich, gebrauchte Masken auf dem Boden liegen zu sehen. Ich verstehe nicht das Problem, sie in den nächsten Mülleimer zu werfen. Auch das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Und noch etwas zum Thema Masken. In den Medien ist es zur Gewohnheit geworden, täglich aktuelle Videos von Aktionen der Polizei gegen Bürger zu zeigen, die sich nach Erhalt einer Strafe wegen des Nicht- oder des nicht korrekten Tragens der Maske weigern, dich auszuweisen oder die Maske aufzusetzen, wie es sich gehört. Dabei kommt es leider immer wieder zu unschönen Szenen, die dann von Passanten mit ihren Handys festgehalten werden, was sind wir für eine eigenartige Gesellschaft geworden!

Video: Gestern im Einkaufszentrum Malcha in Jerusalem

Jede Geschichte hat natürlich ihren Hintergrund. Die hier festgehaltene Frau, die von vielen vielleicht als Opfer übertriebener Polizeigewalt angesehen werden könnte, weigerte sich, sich auszuweisen und hatte vor dieser Szene eine Polizistin mehrmals beleidigt und dabei viele unschöne Schimpfwörter benutzt und ihr das Tablet aus der Hand geschlagen, als sie dabei war, den Strafzettel vorzubereiten. Mir fiel allerdings auf, dass die Polizistinnen hier selbst keine Maske trugen, auch komisch irgendwie.

Es gibt leider auch Fälle, wo die Polizei die Lage völlig falsch eingeschätzt hatte, was dann natürlich von den Kritikern als Kanonenfutter gegen die Polizei benutzt wird. Wir sind alle Menschen, die Situation ist für uns alle noch immer neu und irren ist bekanntlich menschlich.

Polizei verteilt Strafzettel in Jerusalem

Es ist schade, dass wir unsere Energien mit Dingen wie diese verschwenden. Niemand hat sich diese Situation ausgesucht, wir sitzen doch alle im selben Boot. Corona ist nun mal unser Alltag und wir müssen das akzeptieren und versuchen, damit zu leben. Und eigentlich ist das gar nicht so kompliziert, das ist jedenfalls meine Meinung.

So, es ist mir also auch heute nicht gelungen, Corona zu ignorieren, ich muss mich damit abfinden, dass das fast unmöglich ist. Aber auch mit Corona haben wir unser tägliches Leben hier, wir müssen lernen, das Beste daraus zu machen.

Und jetzt zu einem ganz heißen Thema:

Das Wetter für heute in Israel

Im Landesinneren und in den Bergen besonders heiß, an der Küste schwül. Auch in den übrigen Regionen wird ein heißer Tag erwartet. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Beersheva 35 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.345 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 54,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen meiner lieben Kollegen von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag, starten Sie gut in die neue Arbeitswoche und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!