Alltag wie immer

Wir Israelis scheinen uns nach Corona und Raketen schnell an den Alltag zu gewöhnen. Doch auch im Alltag gibt es traurige Geschichten.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Miriam Alster/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Und wieder beginnt ein neuer Tag. Kaum hat die Woche begonnen, so empfinde ich es jedenfalls, da muss man sich schon wieder auf das Wochenende vorbereiten. Wenn Sie ein Leser der Artikel zum Tagesbeginn sind, dann wissen Sie auch, dass das Wochenende für uns eine ganz besondere Bedeutung hat. Und nicht nur für uns. Das Wochenende steht ganz im Zeichen der Familie. Nachdem während der Woche jeder von uns mit seinem Alltag beschäftigt war, haben wir am Wochenende endlich Zeit, uns mit der ganzen Familie zu treffen.

Und das ist uns besonders nach dem Coronajahr, in dem wir oft zu Hause sitzen mussten und unseren ältesten Sohn nur per Zoom sehen konnten, sehr wichtig. Dazu kamen jetzt noch die 11 Tage der Operation „Wächter der Mauern“, in denen wir uns bei jedem Raketenalarm in Tel Aviv um unseren Sohn sorgten, da es in seiner Wohnung keinen Sicherheitsraum gibt. Jetzt haben wir das alles hinter uns, das ganze Land schaltet jetzt wieder auf das normale Leben. Darin scheinen wir Israelis besonders gut zu sein. Wer jetzt durch die Straßen geht, kann sich kaum vorstellen, dass uns vor einigen Tagen noch die Raketen um die Ohren sausten.

Wir Israelis kehren immer sehr schnell in das Alltagsleben zurück . Tel Aviv, gestern

Auch in den Medien hat man sich sehr schnell auf den Wechsel in das normale Leben eingestellt. Reporter, die vor wenigen Tagen noch vor Ort von Raketeneinschlägen und Lynchversuchen zwischen Juden und Arabern berichtet hatten, erklären uns heute in einer Liveschaltung aus einem Supermarkt, warum wir dieses Jahr viel mehr für eine Wassermelone und anderes Obst bezahlen müssen als im letzten Jahr.

Doch im Alltagsleben gibt es leider auch traurige Geschichten. Die letzten Tage werden von der Seilbahn-Tragödie in Italien überschattet, bei der eine ganze israelische Familie ums Leben gekommen ist. Nur der fünfjährige Sohn hat den tragischen Unfall als Einziger überlebt. Über diese Katastrophe wird nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt berichtet. Schade, irgendwie lässt man uns eben doch nicht ganz in Ruhe. Denn auch im normalen Alltagsleben passieren leider traurige Dinge.

Im Coronajahr saßen wir alle zu Hause, dadurch gab es auch viel weniger Unfälle und andere Tragödien. Aber das soll nicht heißen, dass wir diese Zeit vermissen sollen, natürlich nicht. Aber wir müssen aufmerksamer sein, dann können vielleicht auch einiger dieser Unfälle verhindert werden. Ich denke jetzt an die Tragödie von Meron und den Einbruch der Tribüne bei einer Hochzeit. Und nun auch der Unfall in der Seilbahn.

Und nun beginnen wieder die Vorbereitungen auf das Wochenende. Den Einkauf habe ich bereits erledigt, jetzt muss noch die Wohnung auf Vordermann gebracht werden, denn an diesem Schabbat wird die ganze Familie endlich wieder zusammen sein. Und jetzt das Wetter.

Der Sommer steht vor der Tür. Der Strand in Tel Aviv mit Jaffa im Hintergrund.

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bedeckt bis heiter und noch etwas wärmer. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,29 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 49 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich ihnen einen angenehmen Mittwoch. Bleiben Sie gesund und machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox