Tag der Dramen

Gestern war ein dramatischer Tag. Wir haben einen neuen Präsidenten, vielleicht eine neue Regierung und einen neuen Pokalsieger.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Oren Ben Hakoon/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Den heutigen Tag beginnen wir mit einem neuen Präsidenten und wahrscheinlich auch mit einer neuen Regierung. Während die Wahl des neuen Präsidenten des Staates Israels eher eine Formsache war, denn es war eigentlich klar, dass Itzchak Herzog gewählt werden würde, ist die ganze Sache mit der neuen „Regierung des Wandels“, wie sie genannt wird, mit viel Drama und Spannung verbunden.

Auch wenn Yair Lapid gestern Abend eine halbe Stunde vor Ablauf seines Mandats zur Bildung einer Regierung den im kommenden Monat aus dem Amt scheidenden Präsidenten Rivlin anrief, der zu der Zeit noch im mit 30.000 Zuschauern voll besetzen Fußballstadion in Jaffa war, um Macabi Tel Aviv den Pokal zu überreichen (auch dort ging es dramatisch zu), um ihm mitzuteilen (wie lange hat er von diesem Moment geträumt), dass es ihm gelungen sei, eine Regierung zu bilden, ist es momentan noch gar nicht sicher, ob wir am Ende auch tatsächlich eine neue Regierung sehen werden. Denn dazu braucht er die Mehrheit der Knessetabgeordneten auf seiner Seite. Und genau in diesem Punkt scheint es noch Probleme in den eigenen Reihen der Koalition des Wandels zu geben. Zwei Abgeordnete von Jamina haben angedeutet, gegen die Regierung zu stimmen. Und dann wird es noch komplizierter.

Noch – Präsident Reuven Rivlin gestern beim Pokalfinale, auch dort ging es dramatisch zu.

Es ist wirklich nicht einfach, so viele Parteien unter einem Hut zu bekommen, besonders, weil die Parteien ideologisch total verschieden sind. Sie alle haben ja nur ein Ziel verfolgt: Nur nicht Bibi! Wenn ich es richtig verstanden haben sollte, haben die Koalitionspartner beschlossen, sich im ersten Jahr nicht mit Themen zu befassen, bei denen es Meinungsverschiedenheiten gibt. Ich frage mich, wie diese „Regierung des Wandels“ dann überhaupt funktionieren soll. Denn in den wichtigsten Themen für unser Land sind sich die Parteien eben nicht einig. Warten wir einfach ab. Ich denke, dass das Drama um die neue Regierung noch nicht beendet ist.

Lapid und Bennet, haben sie es geschafft?

Und nun gratuliere ich unseren neuen Präsidenten Itzchak Herzog zu seiner Wahl, auch wenn ich mich zu Beginn gefragt hatte, was ich nun mit Herzog als Präsidenten anfangen soll. Irgendwie konnte ich ihn mir nicht in dieser Position vorstellen. Zu sehr hatte ich ihn noch in meiner Erinnerung, als er als Vorsitzender der Arbeitspartei versuchte, Netanjahu als Premierminister abzulösen. Er hatte damals keine Chance, benahm sich aber so, als sei ihm der Wahlsieg schon sicher. Danach verlor er auch den Parteivorsitz und wurde schließlich Vorsitzender der Jewish Agency.

Eigentlich ganz sympathisch, unser neuer Präsident Itzchak Herzog

Jetzt, wo er politisch nicht mehr gestresst ist, macht Herzog, Sohn des 6. Präsidenten,  einen ganz anderen Eindruck auf mich. Er ist mir richtig sympathisch geworden und ich bin mir sicher, dass er seinen Job als Präsident Israels, als „Herzog der Zweite“, wie er schon genannt wird, gut machen wird. Ich wünsche ihm aus alle Fälle viel Erfolg.

Und nun steht erst mal wieder das Wochenende vor der Tür. Wir haben Zeit, etwas abzuschalten und neue Energien zu sammeln für die nächste Woche. Langweilig wird es sicher nicht sein. Und nun das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter und für die Jahreszeit etwas zu kühl. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Beersheva 29 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 209,345 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 54,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Donnerstag, ein schönes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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