Guten Morgen Israel – Besuch im Büro

Nach zwei Monaten zu Hause saß ich wieder am Schreibtisch in unserer Redaktion in Jerusalem

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Gestern erzählte ich Ihnen bereits von der langsamen Rückkehr in den Alltag, oder jedenfalls in einen gewissen Alltag, der immer noch sehr stark vom Coronavirus beeinflusst wird. Es ist ein anderer Alltag.

Auch bei uns in der Redaktion versuchen wir, langsam wieder in eine gewisse Routine zu kommen, nachdem wir seit dem 15. März fast alle begonnen hatten, von zu Hause aus zu arbeiten. Unsere wöchentlichen Sitzungen wurden per Zoom abgehalten, so wie wir auch zusammen mit einigen von Ihnen Pessach und den israelischen Unabhängigkeitstag gefeiert haben.

Durch die Corona-Krise (eigentlich wollte ich das Wort nicht mehr benutzen) haben wir viel gelernt und ich bin mir sicher, dass wir einiges davon auch später, wenn dieser ganze Spuk vorbei sein wird, wann immer es auch sein mag, weiter benutzen werden. Das Internet ermöglichte uns, auch während der Heimarbeit zusammenzuarbeiten. Wir trafen uns per Skype, sahen uns über WhatsApp und verteilten unsere Arbeit über die Plattform monday.com.

Aber nach fast zwei Monaten war es wirklich an der Zeit, wieder ein echtes Treffen in der Redaktion zu machen. Und so war es dann auch. Am Montag bin ich zum ersten Mal wieder in unseren Büros in Jerusalem gewesen und ich muss zugeben, ich war etwas aufgeregt. Meine liebe Kollegin Ayala war so nett, mich mit ihrem Auto mitzunehmen, ihre Siedlung Na’ale ist nicht weit von Modiin entfernt.

 

Nach 2 Monaten erster Besuch im Büro

 

Als ich an meinen Schreibtisch ging, lagen dort noch einige alte Zeitungen. Eine Schlagzeile fiel mir besonders auf : 39 Coronakranke in Israel. Es ist wirklich lange her, seit ich das letzte Mal im Büro war. Mehr als 16.000 Menschen haben sich in diesen zwei Monaten mit dem Virus infiziert. Aber jetzt gehen die Zahl der Kranken täglich nach unten und es scheint, dass wir es erst einmal überstanden haben.

Es war schön, die Kollegen endlich wiederzusehen, also wirklich zu sehen. Nach unserer Sitzung haben wir auch den Rest des Arbeitstages in der Redaktion verbracht. Ich bin dann sogar kurz runter in die Stadt gegangen, um mein Jerusalem zu begrüßen. Ich muss zugeben, es war schon etwas seltsam. Eine ganz andere Atmosphäre, weil alle mit den Masken herumlaufen. Auch irgendwie tragisch. Wie lange wird es noch so sein? Bei meinem nächsten Besuch in Jerusalem werde ich ein paar Fotos und vielleicht auch ein Video machen, das hatte ich diesmal völlig vergessen, ich war viel zu aufgeregt, nach einer so langen Zeit wieder in Jerusalem zu sein.

Auch das jetzt immer wärmer werdende Wetter macht das Laufen mit der Maske im Gesicht nicht leichter. So bin ich nach einer Viertelstunde schon wieder zurück ins Büro gegangen, wo Ayala schon auf mich wartete. Es war Zeit, nach Hause zu fahren.

Der Sommer kann kommen – Tel Aviv

Und hier das Wetter für heute in Israel:

Es soll heiß werden, wir stehen vor der ersten großen Hitzewelle dieses Jahres. Besonders im Landesinneren soll es schon ab heute besonders warm werden. Aber das ist erst der Anfang. Ab Samstag wird es dann so richtig heiß. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 38  Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 208.90 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen noch 10 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Ich sollte jetzt wohl lieber schon mal die Klimaanlagen überprüfen, denn in der nächsten Woche soll es sehr sehr heiß werden.

Im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute wünsche ich Ihnen jetzt einen angenehmen Mittwoch und immer mehr normalen Alltag. Bleiben Sie gesund.

Schalom aus Modiin!

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