Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant bezeichnete den tödlichen Raketenangriff der Hisbollah auf Majdal Shams in den Golanhöhen am Samstag als „schreckliche Tragödie“ und versprach, die libanesische Terrorvertretung des Iran werden „den Preis dafür zahlen“.
We mourn the innocent boys and girls killed in Majdal Shams.
There are 150,000 Druze in Israel, as well as millions of Jews and Arab Israelis. We live side by side and all suffer from Hezbollah’s terror.
We will ensure Hezbollah, the proxy of Iran, pays a price for this loss.
— יואב גלנט – Yoav Gallant (@yoavgallant) July 28, 2024
Der Minister äußerte sich am Sonntagmorgen, als er den Schauplatz des Angriffs in der mehrheitlich von Drusen bewohnten Stadt besichtigte. Bei dem tödlichsten Angriff der Hisbollah, seit die libanesische Terrorarmee am 8. Oktober in den Krieg zur Unterstützung der Hamas eingetreten ist und fast täglich Drohnen, Raketen und Flugkörper über die Grenze abfeuert, wurden zwölf Kinder und Jugendliche getötet und mindestens 30 weitere Menschen verwundet.

Er wurde vom Bürgermeister von Majdal Shams, Dolan Abu Saleh, und IDF-Brigadegeneral Yair Peli, Kommandeur der 210. Division, begleitet.
IDF-Chef: Erhöhte Bereitschaft für „nächste Phase der Kämpfe im Norden
Während eines Solidaritätsbesuchs in Majdal Shams am Samstagabend sagte der Generalstabschef der IDF, Generalleutnant Herzi Halevi, dass das Militär seine Bereitschaft für die „nächste Phase der Kämpfe im Norden“ erhöht.

Halevi beschuldigte die Hisbollah, absichtlich auf Kinder zu zielen.
„Dies ist eine Rakete der Hisbollah. Und wer eine solche Rakete in ein bebautes Gebiet abschießt, will Zivilisten töten, will Kinder töten“, so der IDF-Chef. Er wies darauf hin, dass die Armee den genauen Ort im Libanon kennt, von dem aus die Rakete, eine Falaq 1 mit einem 53 Kilogramm schweren Sprengkopf, abgeschossen wurde.
Der Sprecher der IDF, Konteradmiral Daniel Hagari, teilte Reportern bei einem Briefing am Samstag mit, die Raketes sei im Iran hergestellt worden und die Hisbollah sei der einzige iranische Terrorvertreter, der sie besitzt.
Halevi brachte seinerseits seine Sympathie und Unterstützung für die drusische Gemeinschaft zum Ausdruck und traf sich mit dem Gemeindevorsitzenden Scheich Mowafaq Ṭarif und Vertretern der örtlichen Behörden.
Halevi wurde von Peli und dem Kommandeur des IDF-Kommandos Nord, Brigadegeneral Ori Gordin, begleitet.
Der IDF-Chef überbrachte auch eine Botschaft an die Zehntausenden von Einwohnern, die seit fast 10 Monaten aufgrund der ständigen grenzüberschreitenden Angriffe der Hisbollah aus ihren Häusern vertrieben wurden.

„Wir erhöhen unsere Bereitschaft für die nächste Phase der Kämpfe im Norden erheblich. Gleichzeitig operieren wir im Gaza-Streifen. Wir wissen, wie wir auch sehr weit vom Staat Israel entfernt zuschlagen können“, sagte Halevi.
„Es wird weitere Herausforderungen geben, und wir werden unsere Bereitschaft erhöhen. Wenn es erforderlich ist, werden wir hart durchgreifen. Unsere Pflicht ist es, die Bewohner des Nordens sicher in ihre Häuser zurückzubringen, im gesamten Norden, in Galiläa und auf den Golanhöhen, ein voller Einsatz. Es ist ein schwieriger Tag; wir werden auf bessere Tage hinarbeiten“, fügte er hinzu.
Netanjahu will Sicherheitskabinett einberufen, Gantz bietet Unterstützung an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Vorfall im Norden Israels seinen Rückflug aus den USA vorgezogen, wie sein Büro mitteilte.
„Der Ministerpräsident wird das Sicherheitskabinett unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Israel einberufen“, so das Büro des Premierministers.
In der Zwischenzeit bot der Vorsitzende der Partei der Nationalen Einheit, Benny Gantz, seine volle Unterstützung für die Koalition in ihrer Reaktion an.
„Ich habe schon früher gesagt und werde es heute Abend wiederholen – die Regierung wird eine breite Unterstützung von außerhalb der Regierung für jede entschlossene und wirksame Reaktion erhalten, die die Sicherheit der Bürger im Norden wiederherstellt“, twitterte Gantz am Samstagabend.
On the 7th of October Hamas‘ massacring of children and kidnapping of innocent civilians did not discriminate between race, religion or ethnicity. All were guilty of the high crime of being Israeli.
As innocent Israeli children in the Druze village of Majdal Shams were murdered…
— בני גנץ – Benny Gantz (@gantzbe) July 27, 2024
Namen der Opfer des Hisbollah-Raketenangriffs veröffentlicht
Die Namen von 11 der 12 Opfer wurden am Sonntagmorgen zur Veröffentlichung freigegeben. Sie sind:
- Alma Ayman Fakher Eldin, 11
- Milad Muadad Alsha’ar, 10
- Vinees Adham Alsafadi, 11
- Iseel Nasha’at Ayoub, 12
- Yazan Nayeif Abu Saleh, 12
- Johnny Wadeea Ibrahim, 13
- Ameer Rabeea Abu Saleh, 16
- Naji Taher Alhalabi, 11
- Fajer Laith Abu Saleh, 16
- Hazem Akram Abu Saleh, 15
- Nathem Fakher Saeb, 16
I was shocked and extremely saddened to hear about the twelve beautiful children murdered by Hezbollah terrorists in Majdal Shams yesterday.
This is an indiscriminate massacre of a civilian population carried out by Iranian-backed Hezbollah, using the Iranian-made Falaq 1… pic.twitter.com/qNaSjiUvYY
— Tzipi Hotovely (@TzipiHotovely) July 28, 2024
IDF greift tief im libanesischen Gebiet an
Nach dem tödlichen Raketenangriff hat die IDF nach Angaben der Armee Ziele „sowohl tief im libanesischen Territorium als auch im Südlibanon“ angegriffen.
מטוסי קרב תקפו במהלך הלילה שורת מטרות טרור של ארגון הטרור חיזבאללה ברחבי לבנון.
בין המטרות שהותקפו בעומק ובדרום לבנון, מצבורי אמל“ח ותשתיות טרור במרחבים שבריחה, בורג‘ א-שמאלי, בקאע, כפר כילא, רב א-תלתין, אל-חיאם וטיר חרפא pic.twitter.com/nUpOGqTWtK
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) July 28, 2024




