Facebook sperrt palästinensische Nachrichtenseite wegen Aufwiegelung

Eine Nachrichtenagentur, die regelmäßig israelfeindlichen Terrorismus verherrlichte, stellt ihre Tätigkeit ein, nachdem ihre Seite mit 1,2 Millionen Anhängern von Facebook geschlossen wurde

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Facebook
Foto: Sophie Gordon/Flash90

Eine palästinensische Nachrichtenagentur musste ihren Betrieb einstellen, nachdem Facebook ihre beliebte Social-Media-Seite wegen wiederholter Verstöße gelöscht hatte.

Maydan Quds News hatte über 1,2 Millionen Follower auf Facebook, was die Besucherzahlen auf der Hauptwebsite ankurbelte. Doch Ende November löschte Facebook das Konto, vermutlich aufgrund der Tatsache, dass es regelmäßig Beiträge enthielt, die terroristische Gewalt gegen israelische Juden verherrlichten.

Das Vorgehen von Facebook gegen Maydan Quds erfolgte nur einen Tag nach dem terroristischen Mord an dem israelischen Reiseleiter Eliyahu Kay. Eine Reihe von Beiträgen auf der beliebten palästinensischen Seite hatte in den folgenden Stunden den Terroristen gepriesen, der Kay tötete, bevor er selbst von israelischen Sicherheitskräften erschossen wurde, und ihn so zum „Märtyrer“ gemacht.

Die palästinensische Nachrichtenagentur versuchte weiterzumachen, aber Anfang Januar erklärte ihr Direktor gegenüber Al Jazeera, es sei ohne den von Facebook bereitgestellten Datenverkehr unmöglich geworden.

Maydan Quds behauptet nach wie vor, seine Berichterstattung über alle Nachrichten in Jerusalem und insbesondere über den Mord an Eli Kay seien stets „völlig unparteiisch“ gewesen.

Doch wie das Committee For Accuracy In Middle East Reporting And Analysis (CAMERA) in seiner Analyse der Situation feststellte, hat Maydan Quds regelmäßig zur Aufwiegelung beigetragen.

Nach dem Terroranschlag Ende November hatte Maydan Quds unkritisch zahlreiche lokale Zeugenaussagen veröffentlicht, in denen Abu Shkhaydam für die Tötung von Kay gelobt wurde. Einen Monat zuvor hatte sie eine Grafik gepostet, die die 1,2 Millionen Anhänger der Seite ermutigte, die Zerstörung Israels „stehe vor der Tür„.

Ein Chor palästinensischer Aktivisten und ihrer Unterstützer in aller Welt prangerte an, was sie als „Zensur“ seitens Facebook bezeichneten. Sie unterstellten dem Internetgiganten außerdem, sich dem Willen des jüdischen Staates zu beugen.

Ende Dezember stimmte die israelische Regierung für die Verabschiedung des sogenannten Facebook-Gesetzes, das ihr die Befugnis geben würde, Inhalte in sozialen Medien per Gerichtsbeschluss zu entfernen. Das Gesetz zielt darauf ab, die Online-Aufstachelung zu einer Zeit einzudämmen, in der große soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zunehmend zur Verbreitung von Fake News und zur Förderung von Gewalt genutzt werden.

Palästinensische Aktivisten bestehen jedoch darauf, es handele sich um einen Trick, um die palästinensische Seite „zum Schweigen zu bringen“.

Und genau hierin liegt einer der größten Stolpersteine des Nahost-Friedensprozesses. Selbst nach mehr als 20 Jahren Verhandlungen wird das, was Israelis (und die meisten Menschen im Westen) als Aufwiegelung zum Terrorismus bezeichnen, von palästinensischen Mainstream-Medien wie Maydan Quds als „legitime Nachrichten“ bezeichnet. Die Weltanschauungen der beiden Seiten liegen eindeutig weiterhin völlig auseinander.

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