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MitgliederEuropas stille Abhängigkeit von israelischer Drohnentechnologie

Die von Israel gelösten Probleme – Erkennung niedrig fliegender Drohnen in überfüllten Lufträumen, Unterscheidung zwischen befreundeten und feindlichen Plattformen und schnelle Unterbrechung der Kill Chain – stehen nun auch den europäischen Regierungen bevor.

Drohnen
Ein unbemanntes Flugsystem (UAS) vom Typ Heron für mittlere Flughöhen und lange Flugdauer für strategische und taktische Missionen. Foto: Israel Aerospace Industries.

(JNS) Am 4. November wurde der Brüsseler Flughafen, einer der verkehrsreichsten Drehkreuze des Kontinents, vorübergehend geschlossen, nachdem eine unbekannte Drohne gesichtet worden war. Nur wenige Tage zuvor war auch der kleinere Flughafen Lüttich nach Drohnenaktivitäten geschlossen worden, und die Behörden meldeten Sichtungen über mehreren Militärflugplätzen, darunter einer, der bekanntermaßen als Lagerstätte für US-Atomwaffen dient.

Diese Vorfälle sind keine Einzelfälle. In ganz Europa haben ähnliche Drohnenvorfälle an Flughäfen in Skandinavien, Polen, Deutschland und anderen Ländern in Verteidigungs- und Luftfahrtkreisen Alarm ausgelöst, da es sich laut Analysten um „hybride Kriegstaktiken” handelt – unbefugte Flugsysteme, die kritische Infrastrukturen auskundschaften und Verteidigungsanlagen testen.

Diese Ereignisse markieren eine Ausweitung der Bedrohungslage als Folge der Revolution der autonomen Systeme, die in den letzten zehn Jahren lang gehegte Verteidigungsdogmen verändert hat. Zivile Infrastruktur und inländische Militäranlagen sind nun denselben kostengünstigen, schwer zu verfolgenden Risiken aus der Luft ausgesetzt, denen Kampftruppen in den letzten Jahren zunehmend ausgesetzt waren.

 

Die neue Bedrohung durch Drohnen

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Europas stille Abhängigkeit von israelischer Drohnentechnologie”

  1. Roland J. sagt:

    Auch die Schweiz gehört zu den im Artikel erwähnten «kleineren europäischen Staaten», die sich auf israelische Lieferanten stützen. Nur frage ich mich, was denn das Schweizer Militär für exotische Anforderungen gestellt hat. Bei der Lieferung gibt es laut Medienberichten immer wieder grössere Verzögerungen. Zudem erfüllen die Drohnen nicht die Erwartungen (z.B. kein automatisches Ausweichsystem, Enteisungssystem sowie ein GPS-unabhängiges Start- und Landesystem). Der Rüstungschef handelte erst letzte Woche substantielle Kompensationen aus, weil gewisse Funktionen entfallen. Allfällige Konventionalstrafen durch die Herstellerin Elbit stehen im Raum.
    So sehr ich Israel eine Stellung als führende Technologienation gönne und diese angesichts der Herausforderungen, denen Israel gegenübersteht, auch bitter nötig ist, sind solche Berichte leider keine Werbung für israelische Technologie. Schade – als Israelfreund würde ich mir wünschen, dass von dieser Seite positive(re) Nachrichten kommen.

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