Erste mobile Intensivstation für eine drusische Stadt in Galiläa

Die Station von Magen David Adom in der Stadt Julis zeichnet sich durch einzigartige humanitäre Aktivitäten für die Bewohner der Gegend aus

von Israel Heute Redaktion |
Foto: MDA

Anmerkung der Redaktion: Unter den nichtjüdischen Minderheiten in Israel haben die Drusen immer ein ungewöhnliches Maß an Integration und Loyalität in der israelischen Gesellschaft unter Beweis gestellt. Die Drusen haben ihre eigene Religion, sprechen aber Arabisch (und Hebräisch). Ihre jungen Männer dienen in der israelischen Armee. In diesem Sommer wurde in der drusischen Stadt Julis die erste mobile Intensivstation eingeweiht, die vom Magen David Adom (MDA), dem israelischen „Roten Kreuz“, betreut wird. Jeder Schritt wie dieser trägt dazu bei, das friedliche und ehrenvolle Zusammenleben in Israel zu stärken. Wie Israel Heute bereits in der Vergangenheit berichtet hat, blüht die multiethnische Zusammenarbeit zwischen MDA und der lebensrettenden medizinischen Versorgung in Israel.

In diesem Sommer wurde in der Magen-David-Adom-Station in Julis eine mobile Intensivstation (MICU) feierlich eingeweiht. Diese MICU wird den Bewohnern der Stadt und der umliegenden Gebiete eine fortschrittliche medizinische Versorgung bieten und wesentlich dazu beitragen, die medizinische Versorgung der vielen Autofahrer auf den nahe gelegenen Autobahnen 70 und 85 durch Magen David Adom zu verbessern. Bisher war an der Station nur ein normaler Krankenwagen im Einsatz. Die MICU wird bei komplizierten medizinischen Notfällen helfen können.

In der MDA-Station in Julis arbeiten über 130 Angestellte und Freiwillige, darunter etwa 70 junge Freiwillige. Etwa 150 Einwohner der Stadt sind als Life Guardians zertifiziert, darunter Ärzte, Krankenschwestern und Einwohner der umliegenden Ortschaften. Die Station zeichnet sich durch einzigartige humanitäre Aktivitäten für die Bewohner der Gegend aus, wie das Sammeln und Verteilen von Lebensmitteln für das muslimische Opferfest und die Unterstützung von MDA-Blutspendetagen.

Die MDA-Freiwillige Lubna Kwas ist die Tochter des verstorbenen Suleiman Kwas, einem Einwohner von Julis, der 1984 als Krankenwagenfahrer bei einem Autounfall ums Leben kam. Sie sagte im Namen der Familie: „Wir haben die wichtige Aufgabe übernommen, hier im Ort Lebensrettungsteams auszubilden, um den Weg meines Vaters fortzusetzen. Ich stehe heute hier und erhebe mein Haupt dank der Tatsache, dass ich mit den lebensrettenden Werten der Art und Weise meines Vaters aufgewachsen bin.“

Einweihungsfeier der mobilen Intensivstation in Julis

Der Vorsitzende des Julis-Rates, Wissam Nabwani: „Ich segne die Hände der MDA und danke Ihnen für die unendliche Hilfe für den lebensrettenden Wert. Mehr als 50 [erwachsene] Freiwillige stehen in der Gemeinde zur Verfügung, um der MDA lebensrettende Dienste zu leisten. Wir ehren alle Freiwilligen und Mitarbeiter, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“

Mounhal Hamoud, Inhaber des Merkaza-Unternehmens, der die MICU gespendet hat: „Ich stehe heute begeistert und glücklich hier. Es ist eine große Ehre für mich, an dieser wichtigen Initiative teilzunehmen. Ich wünsche allen viel Glück und danke den Partnern von ganzem Herzen. Wir werden allen Bewohnern von Julis weiterhin mit ganzem Herzen helfen.“

Das geistliche Oberhaupt der drusischen Gemeinschaft, Scheich Mowafaq Tarif: „Fast jeden Tag sind Bewohner auf Rettungsdienste angewiesen. Die Inbetriebnahme der MICU ist wichtig und wird die „heilige“ Praxis der Hilfe für andere unterstützen. Die MDA ist seit langem zum Synonym für Spenden, Geben und Helfen geworden – für alle [Bürger, ob Juden, Drusen oder Araber] …“

 

Auszüge aus dem Pressebericht von

Zaki Heller,

MDA-Sprecher

 

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