(JNS) Unter der persönlichen und ideologisch geprägten islamistischen Führung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan strebt die Türkei danach, aktiv eine strategische Einkreisung Israels zu errichten, warnte ein israelischer Terrorismusexperte – wenige Tage nachdem Berichte bekannt wurden, wonach die Trump-Regierung erwägt, Ankara den Kauf von F-35-Kampfjets zu erlauben.
Die Bereitschaft der Türkei, den 20-Punkte-Waffenstillstandsplan von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen, hat Berichten zufolge ihre Chancen auf den Erwerb der Tarnkappenflugzeuge erhöht, auch wenn dies bisher nicht bestätigt wurde.
Dr. Ely Karmon, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am International Institute for Counter-Terrorism an der Reichman-Universität in Herzlia und Mitglied der überparteilichen israelischen Gruppe „Coalition for Regional Security“, erklärte gegenüber JNS in den vergangenen Tagen: „Wenn Erdoğans Plan, Syrien militärisch zu übernehmen, gelingt und er die Genehmigung für eine militärische Streitmacht, Legitimität und katarisches Geld für den Wiederaufbau Gazas erhält, wird die Türkei weitgehend den iranischen Traum ersetzen, Israel in einen noch gefährlicheren militärischen und politischen Ring zu schließen.“
Karmon warnte: „Wenn es um Israel geht, ist Erdoğan derjenige, der die Politik der Türkei bestimmt, und er ist persönlich für die jahrelange Verschlechterung der bilateralen Beziehungen verantwortlich. Erdoğan hegt starke antiisraelische Gefühle, die auf tief verwurzeltem religiösem Glauben beruhen. Erdoğan verachtet Israel einfach.“
Karmon erklärte, dass sich diese Feindseligkeit in einer kalkulierten politischen Strategie ausdrücke. „Präsident Recep Tayyip Erdoğan misst der Palästinafrage große Bedeutung bei. Er stellt sich selbst als Beschützer der Palästinenser und der heiligen islamischen Stätten in Jerusalem dar“, sagte er. „Durch die Ausnutzung der Palästinafrage versucht Erdoğan, die Türkei der arabischen Öffentlichkeit als führende Macht im Nahen Osten zu präsentieren und islamische Legitimität in der Region zu erlangen.“
Diese Strategie habe eine langjährige und offene Unterstützung der Terrororganisation Hamas eingeschlossen. Im März 2006, so erinnerte Karmon, habe Erdoğan unmittelbar nach dem Erfolg der Hamas bei den Wahlen zum Palästinensischen Legislativrat eine hochrangige Hamas-Delegation nach Ankara eingeladen – entgegen dem Rat seiner Berater und den Positionen der türkischen Medien.
„Seitdem haben sich die politischen und operativen Beziehungen zur Hamas weiter entwickelt“, sagte Karmon.
Diese Unterstützung wurde greifbar, als im Mai 2010 die Mavi Marmara, ein türkisches Schiff mit einer großen Gruppe türkischer Aktivisten der Stiftung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe (IHH), eine internationale Flottille anführte, die versuchte, die israelische Sicherheitsblockade des Gazastreifens zu durchbrechen.
Ankaras Einflusskampagne habe sich auch auf Israel selbst ausgedehnt. „Die Beziehungen zum nördlichen Flügel der Islamischen Bewegung in Israel [der 2015 verboten wurde] haben sich ebenfalls verstärkt, da beide eine gemeinsame Ideologie teilen und das Ziel verfolgen, Jerusalem zu einem zentralen Thema im radikal-islamischen Diskurs zu machen“, erklärte Karmon.
„Etwa 63 Millionen Dollar, die von der türkischen Regierung gespendet wurden, wurden an Organisationen in Ost-Jerusalem überwiesen, die dem Schutz und der Stärkung des muslimischen Erbes und Charakters Jerusalems gewidmet sind. Ein Teil des Geldes finanzierte die Murabitun-Bewegung (die aus männlichen radikal-islamischen Aktivisten besteht) und die Murabitat (weibliche Aktivistinnen), die Juden belästigten und körperlich angriffen, die den Tempelberg besuchten.“
Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 erreichte Erdoğans Rhetorik ein neues Maß an Hetze.
„Am 11. Oktober 2023 sagte Erdoğan, dass Israels Belagerung und Bombardierung des Gazastreifens als Reaktion auf den Hamas-Angriff eine unverhältnismäßige Reaktion sei – ein ‚Massaker‘, wie er es nannte –, doch er verurteilte das Hamas-Massaker an Zivilisten nicht“, sagte Karmon.
Dies habe sich erheblich verschärft, als Erdoğan im März 2024 erklärte, Ankara unterstütze die Hamas „nachdrücklich“.
„‚Niemand kann uns dazu bringen, Hamas zur Terrororganisation zu erklären‘, sagte der türkische Präsident in einer Rede in Istanbul, während er Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die israelische Regierung mit ‚Hitler, Mussolini und Stalin, den Nazis von heute‘ verglich“, so Karmon.
Dieser Rhetorik folgten Taten: Im April 2024 kappte Erdoğan alle wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel und schloss sich der Klage Südafrikas vor dem Internationalen Gerichtshof an, in der Israel des Völkermords beschuldigt wird.
Karmon warnte, dass die Türkei nun den Zusammenbruch des Assad-Regimes nutze, um ihren Einfluss in Syrien dramatisch auszubauen – mit direkten Auswirkungen auf Israel.
„Mit dem Fall des Assad-Regimes und dem Rückgang der Stellung seiner beiden wichtigsten Verbündeten, Russland und Iran, in Syrien nutzte die Türkei die Gelegenheit, ihren Einfluss im Land, insbesondere im Verteidigungsbereich, erheblich auszubauen – offenbar in dem Versuch, Syrien in ein türkisches Protektorat zu verwandeln“, sagte er.
Er verwies auf eine Erklärung des türkischen Außenministers Hakan Fidan vom Januar 2025, der erklärte, dass in dieser ‚neuen Ära … die Türkei der Hirte und Beschützer‘ aller Gruppen in Syrien sei.
Dieses Bestreben werde mit militärischer Macht untermauert – rund 90.000 Kämpfer der von der Türkei unterstützten Syrischen Nationalarmee (SNA) operieren in dem Land. Diese Organisation umgibt den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa und wird der Entführung, Erpressung und anderer Verbrechen beschuldigt.
Laut einem Bericht der in Washington ansässigen Foundation for Defense of Democracies vom 10. Oktober ging Erdoğan bei einem früheren Besuch in Washington in seiner Bitte um F-35-Jets leer aus.
Ein Bericht im Magazin The National Interest vom 10. Oktober stellte jedoch fest, dass die Türkei nun den Kauf von Eurofighter-Typhoon-Jets aus Katar anstrebt – ein Signal, dass Ankara seine Luftstreitkräfte aufrüsten will, unabhängig davon, ob die USA zustimmen.
Im Rahmen des jüngsten, von den USA vermittelten Geiselabkommens scheint die amerikanische Gegenleistung besonders weitreichend zu sein. Laut einem Bericht der türkischen Zeitung Daily Sabah vom 8. Oktober sei Erdoğan die Lieferung von F-35-Flugzeugen zugesagt worden, und er solle eine legitime Rolle bei der Umsetzung des Gaza-Abkommens erhalten.
Oded Ailam, ehemaliger Leiter der Anti-Terror-Abteilung des Mossad und derzeit Forscher am Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs (JCSFA), warnte vor der destruktiven Rolle der Türkei.
In einer jüngsten Analyse für Mako argumentierte Ailam, es sei „schwer, die tiefen Bestrebungen des derzeitigen türkischen Präsidenten zu übersehen“, die er als den Wunsch beschrieb, das Osmanische Reich wiederzubeleben und sich selbst in einen modernen Sultan zu verwandeln.
Er fügte hinzu, dass dies einhergehe mit einer Stärkung der türkisch-ägyptischen Militärkooperation, die in diesem Jahr Treffen der Generalstabschefs beider Länder und Gespräche über die gemeinsame Entwicklung militärischer Industrien und Manöver einschloss.
„In den vergangenen zehn Jahren hat die Türkei nicht nur ihre Flotte durch den Kauf moderner U-Boot-Typen verstärkt, einen leichten Flugzeugträger entwickelt und Marine-Angriffswaffen angeschafft, sondern auch ihre Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Nahen Osten vertieft“, sagte Ailam.
Israel sei nicht das einzige Land, das sich dieser neo-osmanischen Vision gegenübersehe, fügte er hinzu – auch Griechenland und Zypern müssten sich mit der zunehmenden türkischen Dominanz auseinandersetzen.
„Israel kann das [Gaza-]Abkommen feiern, darf aber nicht einschlafen, sondern muss wachsam bleiben“, warnte Ailam. „Wenn das Mittelmeer ein Spielbrett ist, hat Erdoğan darauf nicht nur eine Dame platziert. Er hat eine ganze Flotte aufgestellt.“





Der Westen und Israel sollten die Opposition in der TR stützen und zum Sieg über Erdogan verhelfen!
Ansonsten wird sich die Türkei zu einem zweiten RU entwickeln!
Dann könnte sich die Prophezeiung der Feinde aus dem Norden erfüllen…
…
„Gog wird als der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal im Land Magog beschrieben, der eine große Koalition von Völkern anführt, die aus dem äußersten Norden Israels einfallen wird“
…
Ein Satz von Erdowahn möchte ich noch hinzufügen: „In einem Jahr wird es Israel nicht mehr geben“.
Das hat zwar nicht geklappt, doch er arbeitet mit allen Mitteln daran!
Die einst friedlichen Türken in Deutschland sind dermaßen von dem Islamisten Erdowahn beeinflusst, dass sie nicht nur bei den „Demos“ der Pallis mitmarschieren, sondern maßgeblich organisieren. Sie betrachten sich längst als die Herren in Deutschland!
Nur wegschauen wie die Regierung jetzt und davor es macht, und unter Scholz gar Erdowahn entsprechende Flugzeugträger verkaufen will, die gegen wenn eingesetzt werden sollen? Gegen Israel! Erdowahn hat da kein Hehl daraus gemacht! Da sollte Mr. Präsident mal genauer hinschauen…