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MitgliederDie Mehrheit hat Palästina bereits anerkannt

Warum die jüngsten Anerkennungen politisch und medial motiviert sind – und nichts an der Realität ändern.

Der palästinensische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Riyad Mansour (rechts), und die palästinensische Delegation applaudieren einer Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron während der internationalen Konferenz zur friedlichen Lösung der Palästinafrage und zur Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in New York, New York, USA, am 22. September 2025. Foto: EPA/LUKAS COCH

Wenn bereits rund 80 Prozent der UN-Mitgliedstaaten, 153 von 193, Palästina offiziell anerkennen, warum dann der ganze Aufruhr über die jüngsten Anerkennungen durch Frankreich, Großbritannien und einige andere Staaten?

Die Antwort liegt weniger in der formalen Anerkennung selbst, sondern in politischer Symbolik, Timing und medialer Wirkung: Frankreich und Großbritannien inszenieren sich als internationale Führungsmächte im Nahostkonflikt. Emmanuel Macron nutzt die Bühne der UN, um sich als Gestalter zu positionieren; ähnliche Motive spielen auch in London eine Rolle.

Diese Anerkennungen werden gezielt als Druckmittel eingesetzt, um Israel zu politischen Zugeständnissen zu bewegen – etwa einen Waffenstillstand, die Freilassung von Geiseln oder Kompromisse bei Siedlungsfragen. Zugleich erzeugt die Anerkennung westlicher Staaten eine mediale Aufmerksamkeit, die weit größer ist als die stillschweigende Zustimmung zahlreicher afrikanischer, asiatischer oder lateinamerikanischer Länder.

Politiker nutzen solche Schritte auch innenpolitisch, um moralisches Engagement zu demonstrieren und ihre Haltung gegenüber Israel und Palästina für die Wähler zu inszenieren. Faktisch verändert sich durch Frankreich, Großbritannien & Co. nichts an der...

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Patrick Callahan

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