„König Ahab war ein Götzenanbeter, aber er hat bei seinen Kriegen keine Verluste erlitten, weil das Volk unter ihm in Einheit lebte. König David war ein Heiliger und auch das Volk erfüllte Gottes Gebote, aber es war nicht geeint und deshalb starben Krieger in König Davids Armee.“
Diese Worte und viele weitere Aussagen der Rabbiner betonen die Wichtigkeit der Einheit des jüdischen Volkes. So wie es Eltern sehr schmerzt, wenn sich die Kinder gegenseitig bekämpfen, schmerzt es Gott, wenn Streit in seinem Volk herrscht.
Nicht wenige Rabbiner unserer Zeit deuten auf die tiefe Spaltung in Israels Gesellschaft vor dem 7. Oktober, die Gottes schützende Hand über dem Land entfernte. Dies erst ermöglichte es den Terroristen, die Verteidigung an der Grenze zu überwinden und ihr Massaker auszuführen.

Auch wenn nicht viele Israelis mit diesen Aussagen der Rabbiner vertraut sind, spüren sie deutlich, dass die jüdische Einheit die Grundlage für den Erfolg in diesem Krieg ist. Sie haben gesehen, wie das Land nach dem 7. Oktober eine totale Umwandlung durchmachte, als es seine Spaltung überwand und gemeinsam gegen den Feind in den Krieg zog.
Ein großer Teil des Volkes befindet sich in der Armee und hier werden die Unterschiede vergessen, die uns vor dem Krieg geteilt haben. Das fühlt sich gut an und das ist auch das ideale Bild der israelischen Gesellschaft. Ursprünglich war Israel in zwölf Stämme geteilt, die jeweils ihre eigenen Eigenschaften hatten, aber trotzdem zusammenleben sollten. Die Unterschiede damals und heute sind kein Grund für Feindschaft, sondern für Freundschaft, denn man ergänzt sich gegenseitig und arbeitet wie die verschiedenen Teile eines Körpers zusammen.
Um das Volk jederzeit an die Wichtigkeit der Einheit zu erinnern und ihm Mut zuzusprechen, drucken einige Unternehmen den Spruch dieses Krieges auf ihre Produkte: „BeYachad Nenazeach“ – „Gemeinsam werden wir siegen“.

Diese Worte erscheinen auf Kaffeepackungen, Küchentüchern, Shampoos, Nudeln und allen möglichen Produkten Israels und ich muss zugeben, ich kaufe diese Produkte lieber als dieselben mit herkömmlicher Verpackung. Ich muss aber auch zugeben, dass ich diese Erinnerung benötige, denn es gibt nicht wenige Akteure in der Politik und Gesellschaft, die mich sehr stören.
Diese negativen Gefühle gegenüber Personen und Gruppen Israels sind jedoch kontraproduktiv und ich darf ihnen keinen Raum in meinem Bewusstsein geben. Stattdessen sollte ich meinen Glauben stärken und verstehen, dass auch sie Teil des großen göttlichen Plans für Israel sind. Gut, dass ich in der Küche, dem Badezimmer, auf Plakaten und im Supermarkt immer wieder daran erinnert werde.





