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Die diplomatische Krise zwischen Israel und Irland

Die giftige irische Dämonisierungskampagne, die sich ausschließlich gegen den jüdischen Staat richtet, ist seit langem unübersehbar.

Dublin, Irland - 5. Oktober 2024 Tausende demonstrieren mit Transparenten auf Dublins Straßen bei einem nationalen Marsch der Ireland Palestine Solidarity Campaign (IPSC), Foto: Shutterstock

, FotoUnter den westlichen Ländern, die ihre Feindseligkeit gegenüber Israel zum Ausdruck gebracht haben, sticht Irland seit langem als das bösartigste hervor.

Wenige Wochen nach dem Pogrom vom 7. Oktober in Israel verabschiedete das irische Parlament einen Antrag, in dem es heißt, dass „Israel in Gaza vor unseren Augen einen Völkermord begeht“.

Irland unterstützt den „Völkermord“-Fall Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Dies hat nun zu einer diplomatischen Krise geführt.

Israel hat seine Botschaft in Dublin geschlossen, weil es wütend über den Versuch Irlands ist, das Völkerrecht zu umgehen, indem es das Gericht auffordert, „seine Auslegung dessen, was die Begehung eines Völkermords durch einen Staat darstellt, zu erweitern“.

Mit anderen Worten: Irland versucht, Israel für ein Verbrechen zu verurteilen, das es im Völkerrecht derzeit noch gar nicht gibt. Das erinnert an die Sowjetunion, wo der Chef von Stalins Geheimpolizei, Lavrentiy Beria, sagte: „Zeigen Sie mir den Mann, und ich zeige Ihnen das Verbrechen.“

„Hört auf, Kinder zu töten“, heisst es auf einem Schild während einer pro-palästinensische Demonstration in Dublin, Irland. Foto: Shutterstock.

Der irische Premierminister Simon Harris behauptete, Irland sei nicht anti-israelisch, sondern „pro-Frieden, pro-Menschenrechte und pro-internationales Recht“. Dennoch versäumte er es, auch nur auf den 7. Oktober und das Schicksal der israelischen Geiseln einzugehen. Stattdessen beschuldigte er Israel grundlos, „Kinder zu töten“ und den Tod von Zivilisten in einem „verwerflichen“ Ausmaß zu verursachen, und behauptete fälschlicherweise, dass die Menschen in Gaza dem Hungertod überlassen worden seien, weil die humanitäre Hilfe ausbliebe.

Die Reaktion Israels wurde immer heftiger. Außenminister Gideon Sa’ar warf der irischen Regierung „antisemitische Handlungen und Rhetorik“ vor, die auf „Doppelmoral“ und der „Delegitimierung und Dämonisierung des jüdischen Staates“ basiere, und beschuldigte Harris selbst des Antisemitismus.

Irlands Präsident Michael Higgins sagte dazu, es sei eine „sehr ernste Angelegenheit“, Menschen als Antisemiten zu brandmarken, „nur weil sie mit Premierminister [Benjamin] Netanjahu nicht einer Meinung sind“. Higgins beschuldigte Netanjahu dann grundlos, „so viele Teile des Völkerrechts“ sowie „die Souveränität von drei seiner Nachbarn, in Bezug auf den Libanon und Syrien“, zu verletzen und dass er „eigentlich gerne eine Siedlung in Ägypten hätte“.

Als Reaktion auf diesen Strom von Unwahrheiten explodierte Sa’ar auf X: „Einmal ein antisemitischer Lügner – immer ein antisemitischer Lügner.“


Higgins hatte Irland noch tiefer in sein Loch getrieben. Die Iren kritisierten nicht Netanjahu. Stattdessen verleumdeten und dämonisierten sie Israel mit Lügen und Verleumdungen. Und mit dem Versuch, die Definition von Völkermord zu ändern, versuchten sie, das Völkerrecht und die Bedeutung von Sprache selbst zu manipulieren.

Dieselbe Strategie verfolgen Amnesty und Human Rights Watch, die sich dafür einsetzen, die Bedeutung von Völkermord zu ändern, um Israel in ihren eigenen Schein-Gerichten wegen Rufschädigung zu verurteilen.

Es ist eindeutig nicht nur obszön, Israels gerechten Verteidigungskrieg gegen den Völkermord in einen Vorwurf des Völkermords durch Israel umzudrehen, sondern auch offensichtlich lächerlich. Die Bevölkerung von Gaza ist während des Krieges tatsächlich um etwa 0,2 % gestiegen.

Amnesty, Human Rights Watch und die irische Regierung behandeln kein anderes Land so wie Israel, indem sie sich so wahnsinnig viel Mühe geben, einem Volk das schlimmste denkbare Verbrechen anzuhängen, das nicht nur unschuldig an diesem Verbrechen ist, sondern auch das beabsichtigte Opfer davon ist.

Der Grund, warum die Israel-Hasser so entschlossen sind, dies zu tun, ist, dass der Begriff Völkermord nach dem Holocaust erfunden wurde, um zu beschreiben, was den Juden angetan wurde – die beabsichtigte Ausrottung eines ganzen Volkes.

Wenn den Juden selbst ein Völkermord vorgeworfen werden kann, werden die Juden zu Nazis; der Holocaust wird zu einem übertriebenen Verbrechen und die Welt, die mitschuldig war, wird entlastet. Israel des Völkermords zu beschuldigen, ist daher eine Form der Holocaustleugnung, und alle, die diese Anschuldigung erheben, entlarven sich damit als zutiefst judenfeindlich.

Irlands Kampagne aus Hass und Lügen, die ausschließlich dem jüdischen Staat vorbehalten ist, ist seit langem ein trauriges Schauspiel, zusammen mit unverhohlenem offenem Antisemitismus.

Auf einer Sitzung des County Council in Dublin am 7. Oktober dieses Jahres – dem Jahrestag des Hamas-Pogroms – behauptete eine Ratsfrau der Fine Gael Party, Punam Rane: „Die gesamte US-Wirtschaft wird von den Juden, von Israel, kontrolliert.


Ein im vergangenen Monat von der Bildungsüberwachungsgruppe IMPACT-se veröffentlichter Bericht deckte schwerwiegende Verzerrungen des Holocaust, Israels, des Judentums und der jüdischen Geschichte in Schulbüchern auf, die an irischen öffentlichen Schulen verwendet werden.

Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern hat sich Irland geweigert, die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance für Antisemitismus zu übernehmen.

Im Mai, als der Krieg im Gazastreifen tobte und bewaffnete arabische Gruppen weiterhin Kriegsverbrechen begingen, indem sie Raketen auf israelische Zivilisten abfeuerten, beschloss Irland, die Hamas zu belohnen, indem es einen unabhängigen palästinensischen Staat anerkannte.

Higgins seinerseits sandte im Sommer ein Glückwunschschreiben an Masoud Pezeshkian, als dieser zum Präsidenten des Iran ernannt wurde – eines Landes, das einen Völkermord an den Juden androht und schwere Menschenrechtsverletzungen an seinem eigenen Volk begeht. Higgins machte dann Israel dafür verantwortlich, dass dieser Brief durchgesickert sei, was sich jedoch als Falschmeldung herausstellte, die vom iranischen Regime auf seinen Social-Media-Kanälen verbreitet worden war.

Im Oktober bezeichnete Higgins es als „empörend“, dass die israelischen Streitkräfte irische Friedenstruppen der UNIFIL im Libanon „bedrohten“, wobei er jedoch nicht erwähnte, dass die UNIFIL tatenlos zusah, als die Hisbollah Tausende von Raketen auf den Norden Israels abfeuerte, was einen direkten Verstoß gegen die UN-Resolution darstellte, die die Entmilitarisierung des Gebiets und den Abzug aller Hisbollah-Truppen vorsah.

Warum sind die Iren so voreingenommen gegenüber Israel und dem jüdischen Volk?

Irland hat eine bedauerliche Geschichte. Wie Sa’ar sagte, war es im Zweiten Weltkrieg bestenfalls neutral. 1945 sprach der irische Staatsmann Éamon de Valera dem deutschen Volk sein Beileid zum Tod Hitlers aus.

Ein oft genannter Grund ist der Katholizismus des Landes mit seiner alten Geschichte des theologischen Antisemitismus. Aber das kann nicht der einzige Grund sein, da andere katholische Länder nicht von diesem Ausmaß an Feindseligkeit gegenüber Israel und den Juden durchdrungen sind.

Ein wichtiger weiterer Grund ist, dass sich die Iren mit den palästinensischen Arabern als vermeintliche Opfer der israelischen „kolonialen“ Unterdrückung identifizieren, genauso wie sie sich als Opfer der britischen „kolonialen“ Unterdrückung identifizieren.

Einige weisen auf den entscheidenden Einfluss der Sinn Féin in Irland hin, der Partei, die als politisches Aushängeschild für die Irisch-Republikanische Armee diente. Die IRA führte seit Beginn des letzten Jahrhunderts immer wieder einen Terrorkrieg gegen Großbritannien und die Protestanten im von Großbritannien verwalteten Nordirland und war von Ende der 1960er Jahre bis 1998 für eine Reihe von Bombenanschlägen verantwortlich, die als „Troubles“ bekannt sind.

Die IRA erhielt in den 1980er Jahren massive Waffenlieferungen aus Libyen und wurde von der Palästinensischen Befreiungsorganisation finanziert und ausgebildet. Nachdem die IRA im Zuge des Karfreitagsabkommens von 1998 entwaffnet worden war, traf der Sinn-Féin-Führer Gerry Adams 2006 und 2009 mit Hamas-Führern zusammen.

Laut dem irischen Journalisten und Extremismusforscher Dr. Eoin Lenihan sind die Verbindungen, die in der irischen Wahrnehmung zwischen israelischen und britischen „Kolonialisten“ und zwischen palästinensischem und irischem „Widerstand“ bestehen, darauf zurückzuführen, dass Adams den arabischen und irischen Nationalismus unter dem Banner des revolutionären Sozialismus zusammenführte.

Dies habe sich weiter verbreitet, sagt er, weil Irland im Gegensatz zu anderen Ländern keine Tradition der zentristischen Politik hat. Die beiden großen Parteien, Fiánna Fail und Fine Gael, haben keine Kernwerte; daher schwenken sie in die Richtung, in die der Wind weht – in diesem Fall in Richtung des revolutionären Linksradikalismus von Sinn Féin und der Israel-kritischen Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty.

Durch den Einfluss von Sinn Fein ist Irland in die internationale radikale Linke und deren Förderung von Intersektionalität und Opferkultur verstrickt. Nach diesem Dogma können Juden niemals Opfer sein, da sie als allmächtig angesehen werden, die die westliche Welt in ihrem eigenen Interesse zum Nachteil aller anderen kontrollieren.

Die Opferkultur ist daher von Natur aus judenfeindlich. Es gibt also zwei Quellen für den Judenhass in Irland – sowohl das katholische Erbe als auch die säkulare Religion des Universalismus und der Opferkultur.

Irland ist einfach eine Gefahr für Israel und das jüdische Volk. Es sollte als Außenseiter behandelt werden, bis es sich entscheidet, die Zivilisation zu unterstützen und nicht seinen Erzfeind.

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Die diplomatische Krise zwischen Israel und Irland”

  1. brigit.baumann sagt:

    Warum sind die Iren so irre!?
    Sehr hilfreiche Hintergrundinformationen, danke!

    • Klaus Dieter Wilk sagt:

      Dass die Iren Katholiken seien, das war einmal.
      Die Mehrzahl der Iren ist seit langem vom römisch-kath. Glauben abgefallen und ist Zeitgeist, gegendert und damit Dienerin der „Kultur des Todes“ geworden.

      Überall in Westeuropa sind Millionen abgefallen vom röm.-katholischen Glauben.

      Papst Johannes Paul II. besuchte als erster Petrusnachfolger in Rom die Synagoge, seit den zweiten Vaticanum (1965) gilt in der röm.-kath. Kirche eine besondere Wertschätzung jüdischen Lebens.

      Jesus, der Messias, ist in Seiner Menschheit Jude.

      Das Heil geht damit von den Juden aus.

      Ich selbst bin seit über 40 Jahren in der ent-schiedenen Nachfolge Jesu Christi und römischer Katholik.

      Ich verteidigen überall bis nach Usbekistan aktuell im Medienkrieg meine älteren Brüder und Schwestern, Juden, Israel, ihre IDF und alle Menschen guten Willens…

  2. brigit.baumann sagt:

    @Klaus Dieter Wilk: Und was haben Sie Ihrem verwirrten Chef im Vatikan gesagt, als er vor der Krippe mit dem Palästinensischen Christus in Bethlehem kniete? Das Bild wird Ihnen nicht entgangen sein??

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