(JNS) Der moderne Antisemitismus sorgt nicht mehr nur für Schlagzeilen, sondern fordert auch Menschenleben.
Die Zahlen sind erschütternd. Ein neuer Bericht der Anti-Defamation League (ADL), der die Situation in den sieben Ländern mit den weltweit größten jüdischen Gemeinschaften – die Vereinigten Staaten, Kanada, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, Argentinien und Australien – untersuchte, ergab, dass 2025 das tödlichste Jahr für Juden seit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires im Jahr 1994 war.
Zwanzig Juden wurden ermordet. Mehr als 23.000 antisemitische Vorfälle wurden registriert, was einem Anstieg von 136 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während gewalttätige Übergriffe – darunter Schläge, Messerstechereien und Schießereien – um 97 % zunahmen.
Überrascht das wirklich jemanden?
Antisemitismus ist Teil des Alltags geworden. Man hört ihn in Restaurants und Klassenzimmern, in der beiläufigen Unwissenheit, die an den Esstischen wiederholt wird, in der unerbittlichen Desinformation über Israel im Fernsehen und in den zynischen Kalkülen von Politikern, die auf Stimmenjagd sind.
Selbst Irland, dessen jüdische Bevölkerung nur etwa 2.200 Menschen umfasst, verzeichnete allein in den ersten sechs...
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