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Diamanten und Donuts: Wie Israel zu einem strategischen Trumpf der USA wurde

Vor sechzig Jahren in dieser Woche erkannten die Vereinigten Staaten erstmals, welche enormen Vorteile das kleine Land Israel bieten konnte.

Die ehemalige irakische MiG-21 von Munir Redfa, die im Mittelpunkt der israelischen „Operation Diamond“ von 1966 stand, ist im Museum der israelischen Luftwaffe in Hatzerim ausgestellt. Bildnachweis: Oren Rozen, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

(JNS) Kritiker, die die strategischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel untergraben wollen, instrumentalisieren seit Jahren ein einziges tragisches Ereignis: den Vorfall um die USS Liberty im Jahr 1967.

Obwohl mehrere umfassende Untersuchungen beider Nationen zu dem Schluss kamen, dass der Angriff ein verheerender Fehler war, der durch eine Fehlidentifizierung im Nebel des Sechstagekriegs verursacht wurde – wofür sich Israel offiziell entschuldigt und Entschädigungen gezahlt hat –, bleibt er ein beliebtes Argument für jene, die versuchen, Israel als unzuverlässigen Partner darzustellen.

Doch während sie endlos die USS Liberty heraufbeschwören, ignorieren sie ausnahmslos, was sich weniger als ein Jahr zuvor zugetragen hatte: einer der größten Geheimdienstgewinne der modernen Militärgeschichte, der direkt von Jerusalem nach Washington gelangte und letztendlich dazu beitrug, amerikanische Leben zu retten.

Genau vor 60 Jahren in dieser Woche, Mitte August 1966, führte der israelische Geheimdienst Mossad die „Operation Diamond“ durch, eine komplexe verdeckte Operation, in deren Rahmen Israel die Flucht des irakischen Piloten Munir Redfa inszenierte, der ein hochmodernes, in der Sowjetunion hergestelltes MiG-21-Flugzeug auf einem Luftwaffenstützpunkt in Israel landete.

Zu dieser Zeit war die MiG-21 für den westlichen Geheimdienst ein tödliches Rätsel. Über Nordvietnam mussten amerikanische Piloten alarmierend hohe Verluste gegen diese wendigen sowjetischen Abfangjäger hinnehmen, da ihnen Daten aus erster Hand über die Leistungsgrenzen des Jets fehlten. Westlichen Geheimdiensten war es nicht gelungen, auch nur minimale Informationen über das Flugzeug zu beschaffen. Israel gelangte in den Besitz des Flugzeugs, ohne dass die Sowjets überhaupt bemerkten, was geschehen war.

Man muss bedenken, dass es in jenen Jahren kein formelles strategisches Bündnis zwischen Washington und Jerusalem gab. Die Vereinigten Staaten hielten ein De-facto-Waffenembargo gegen Israel aufrecht, um im arabisch-israelischen Konflikt Neutralität zu wahren und gleichzeitig die Beziehungen zu den arabischen Ölproduzenten zu schützen. Waffenverkäufe waren streng begrenzt.

Frankreich fungierte als Israels wichtigster Rüstungslieferant, bis Präsident John F. Kennedy 1962 vorläufig die Lieferung von Hawk-Abwehrraketen genehmigte und Präsident Lyndon B. Johnson 1966 den begrenzten Verkauf von A-4-Skyhawk-Kampfflugzeugen zuließ.

Das Verhältnis änderte sich daraufhin – nicht aus amerikanischer Wohltätigkeit oder Sentimentalität, sondern aufgrund kalter, harter strategischer Kalkulation. Israel bewies den unersetzlichen Wert seiner nachrichtendienstlichen Ressourcen und seiner praktischen Kampferfahrung.

Anstatt diesen nachrichtendienstlichen Vorteil für sein eigenes Überleben zu behalten, übergab Israel den erbeuteten Jet an die US-amerikanische Defense Intelligence Agency. Das Flugzeug wurde im Rahmen der „Operation Have Doughnut“ heimlich zur Area 51 transportiert und dort gemeinsamen Testflügen unterzogen, die entscheidende technische Mängel der sowjetischen Konstruktion aufdeckten, darunter erhebliche tote Winkel im Cockpit und eine Verzögerung bei der Triebwerksgasregelung.

Diese Erkenntnisse halfen dem US-Militär, seine Luftkampftaktiken zu verfeinern, und verschafften amerikanischen Piloten unschätzbare Einblicke in die Fähigkeiten und Schwachstellen sowjetisch konstruierter Flugzeuge.

Als Frankreich 1967 die Waffenlieferungen an Israel abrupt einstellte, sprang Washington ein. Dies geschah nicht aus bloßer Großzügigkeit oder moralischer Verpflichtung, sondern weil sich Israel als unverzichtbarer strategischer Partner erwiesen hatte. Im Jahr 1968 genehmigten die Vereinigten Staaten den bahnbrechenden Verkauf von F-4-Phantom-Kampfflugzeugen und festigten damit ein Bündnis, das auf gegenseitigem Nutzen beruhte: amerikanische Ausrüstung im Austausch gegen israelische Erprobung im Kampfeinsatz, taktische Innovationen und unübertroffene regionale Geheimdienstinformationen.

Eine historische, für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft allein anhand ihrer schlimmsten Tragödie durch Beschuss durch eigene Truppen zu beurteilen und dabei Meilenstein-Beiträge wie die „Operation Diamond“ auszublenden, ist böswilliger Revisionismus.

Wie der ehemalige Mossad-Offizier und Geheimdiensthistoriker Avner Avraham kürzlich in der israelischen Tageszeitung Maariv zum 60. Jahrestag dieser gewagten Operation ausführlich darlegte, verdient es, dass die historischen Fakten in ihrer Gesamtheit in Erinnerung bleiben. In den folgenden Jahren profitierten die Vereinigten Staaten enorm und bei zahlreichen Gelegenheiten von der israelischen Informationsbeschaffung und den militärischen Entwicklungen.

Israels Beitrag im Bereich der Nachrichtendienste während des Kalten Krieges zeigte, dass echte strategische Bündnisse nicht aus Wohltätigkeit geschmiedet werden, sondern durch gemeinsame Anstrengungen, amerikanische Leben zu schützen, wenn es darauf ankommt.

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Patrick Callahan

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