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Deutschland verbietet islamistische Gruppe wegen Aufrufen zum Kalifat

Berlin zieht eine rote Linie gegen Hasspropaganda und antisemitische Hetze – doch das Umfeld bleibt und vernetzt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt informiert in Berlin über das Verbot der islamistischen Gruppe „Muslim Interaktiv“, 5.11.2025. Foto: EPA/HANNIBAL HANSCHKE

Deutschland ist erneut gegen islamistische Strukturen vorgegangen: Das Bundesinnenministerium hat die Organisation Muslim Interaktiv verboten und ihr Vermögen beschlagnahmt. Die Gruppe rief offen zur Errichtung eines globalen Kalifats auf und verbreitete Hetze gegen Israel sowie gegen Juden in Deutschland. Sicherheitsbehörden sehen zudem klare Verbindungen zur transnationalen islamistischen Bewegung Hizb ut-Tahrir, die in Deutschland bereits 2003 verboten wurde, weil sie Gewalt gegen politische Gegner und Juden legitimiert.


Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, der Staat werde „die volle Härte des Gesetzes“ gegen diejenigen anwenden, die „auf unseren Straßen ein Kalifat fordern, Hass gegen Israel schüren und die Rechte von Frauen und Minderheiten verachten.“ Die Gruppe lehnt die freiheitlich-demokratische Grundordnung bewusst ab und propagiert ein islamistisches Herrschaftsmodell, das mit dem deutschen Grundgesetz nicht vereinbar ist.

In einer bundesweiten Aktion durchsuchten Sicherheitskräfte 19 Objekte in Berlin, Hamburg und Hessen. Neben Muslim Interaktiv richteten sich die Maßnahmen auch gegen die Gruppen Generation Islam und Realität Islam, die in einem gemeinsamen Netzwerk agieren und vor allem über soziale Medien junge Muslime ansprechen.

Bereits im April 2024 war eine von Muslim Interaktiv organisierte Großkundgebung in Hamburg aufgefallen, an der über tausend Menschen teilnahmen. Dort wurde öffentlich zur Einführung der Scharia und zur Errichtung eines weltweiten Kalifats aufgerufen, was bundesweit Empörung auslöste und den innenpolitischen Druck auf die Bundesregierung verstärkte.

Damals erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz, es werde „Konsequenzen“ geben. Die damalige Innenministerin Nancy Faeser sagte klar: „Wer ein Kalifat will, ist in Deutschland am falschen Ort.“

Siehe auch: Deutschland verbietet Pro-Hamas-Gruppe, die den „palästinensischen Widerstand“ unterstützt

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2 Kommentare zu “Deutschland verbietet islamistische Gruppe wegen Aufrufen zum Kalifat”

  1. Andrew Manner sagt:

    Ein längst überfälliger Schritt.
    Als nächstes sollten TikTok und Telegram-Gruppen von Islamisten verboten werden.

  2. Roland Kunz sagt:

    Was Deutschland unternommen hat, ist zwar zu begrüssen und längst überfällig. Aber es ist nur ein Tropfen auf einen heissen Stein. Es scheint mir, dass Deutschland nach 1. Mose 12.3 den Fluch erntet für die ungerechte Behandlung Israels, nicht erst seit dem Gaza-Krieg. Deutschland hat mit Merkel, Steinmeier und Konsorten stets den Erzfeind Israels – den Iran – hofiert. Der Rest der einst freiheitlichen christlichen Welt ist nicht besser und wird mit denselben Problemen zu kämpfen haben.

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