(JNS) Europa erlebt derzeit eine Krise, deren moralisches Zentrum gerade dann versagt, wenn Klarheit am dringendsten benötigt wird. Was einst als isolierte Debatten über die Nahostpolitik erschien, hat sich zu einer umfassenden Zivilisationskrise entwickelt: eine Konvergenz aus postmoderner Empörung, Masseneinwanderung und politischem Opportunismus, die die Feindseligkeit gegenüber Israel normalisiert und alte antisemitische Muster in neuer Gestalt wiederbelebt hat.
Das Spektakel ist verblüffend. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Intellektuelle verwenden provokative Begriffe wie „Apartheid“, „Völkermord“ und „ethnische Säuberung“ nicht als Qualifikationen in einer engen juristischen Debatte, sondern als stumpfe Instrumente zur Delegitimierung des jüdischen Staates. Wenn solche Behauptungen auf großen Plattformen unwidersprochen bleiben, fungieren sie nicht mehr als Kritik, sondern werden zum Gerüst für die Auslöschung.
Der Fokus Europas liegt heute nicht darauf, Israel zu kritisieren, den israelisch-palästinensischen Frieden zu fördern oder gar die Gründung eines palästinensischen Staates zu unterstützen, sondern sich dem globalen Angriff auf Juden und die Existenz des Staates Israel anzuschließen.
Hier geht es nicht nur um falsche historische Darstellungen....
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Sehr guter Beitrag von Frau Nirenstein. Aber der Inhalt wäre flüssiger zu lesen und besser zu verstehen, wenn sie all die durchaus korrekten Überlegungen in etwas einfachere Sprache kleiden würde.