(JNS) Eine der größten Überraschungen des Iran-Kriegs war die Bereitschaft des Iran, unbeteiligte Staaten am Golf anzugreifen, um Druck auf die Militärpolitik der USA und Israels auszuüben.
Am 20. März wurde diese Strategie der Geiselnahme auf nationaler Ebene auf den europäischen Kontinent ausgeweitet. Der Abschuss von zwei ballistischen Raketen auf die gemeinsame Marineunterstützungsanlage der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs auf Diego Garcia, einem abgelegenen Atoll im Chagos-Archipel, diente als deutlicher Beweis für die Reichweite der militärischen Ambitionen des Iran.
Zwar verursachte der Angriff keine infrastrukturellen Schäden an der Basis, doch hat die Reichweite des Abschusses weitreichende Konsequenzen. Die Geschosse legten schätzungsweise 4.000 Kilometer zurück und widerlegten damit Teherans langjährige Behauptung, sich selbst eine Begrenzung der Reichweite seiner ballistischen Raketen auf 2.000 Kilometer auferlegt zu haben.
Durch die Wahl von Diego Garcia als Ziel signalisierte der Iran seine Fähigkeit und Bereitschaft, strategische Stützpunkte im Hinterland anzugreifen. Die tiefgreifendste Auswirkung des Angriffs vom 20. März ist jedoch rein geografischer Natur. Die nackte Mathematik einer Reichweite von 4.000 Kilometern besagt: Wenn ein...
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