Davidsturm in Jerusalemer Altstadt wird restauriert

Da derzeit die Touristenströme ausbleiben, nutzt man in der israelischen Hauptstadt die Gelegenheit zur Restaurierung von Touristenhotspots.

Davidsturm in Jerusalemer Altstadt wird restauriert
Ricky Rachman

Foto: Die Arbeiten laufen unter der Leitung der Clore Israel Foundation zusammen mit der Unterstützung der Stadt Jerusalem, des Ministeriums für Jerusalem und Kulturerbe und des israelischen Tourismusministeriums.

 

Ein derzeit zu den größten Projekten in ganz Israel gehörendes Vorhaben betrifft den Jerusalemer Davidsturm. 40 Millionen Dollar wurden für die Erneuerung und den Ausbau des Museums veranschlagt. Die israelische Altertumsbehörde begleitet die in diesem Zusammenhang nötigen Grabungen.

Das Erneuerungs- und Konservierungsprojekt soll die Zitadelle und den archäologischen Park erhalten und verschönern. Gleichzeitig wird die Ausstellungsfläche auf 20.000 Quadratmeter verdoppelt, mit einem neuen Besucherzentrum mit barrierefreiem Zugang, einem Café und einer zusätzlichen Toilettenanlage. Es wird sieben neue Galerien geben. Die zusätzlichen Ausstellungsräume werden von zwei Aufzügen erschlossen. Die alte Zitadelle wird dann für alle zugänglich sein.

Die Geschichte Jerusalems wird durch viele neue Funde multisensorisch zum Leben erweckt. Es wurden bereits bedeutende römisch-byzantinische Bauwerke unterhalb des Platzes am Jaffator entdeckt, dem alten Eingang zur Altstadt. Eine mit archäologischen Funden gesäumte Promenade wird den Besucher vom neuen Museumseingang zum Bildungskomplex leiten und auch eine Verbindung zu den Parkplätzen unterhalb des Einkaufszentrums Mamilla schaffen.

So sieht der Eingang des Besucherzentrums momentan noch aus.

Die Renovierung soll zwei Jahre dauern, aber in dieser Zeit soll das Museum zumindest eingeschränkt offen bleiben. Es wird temporäre Ausstellungen geben sowie Führungen durch die Geschichte, die Gemeinden und die Archäologie Jerusalems sowie kulturelle Veranstaltungen.

So wird der Eingang laut Architekten aussehen.
Das Museum im Davidsturm erzählt die ganze Geschichte Jerusalems, der Turm gilt als universelles Symbol der Stadt. Im vergangenen Jahr besuchten über 500.000 Menschen das Museum, wodurch 80 Prozent des Museumsbudgets finanziert werden konnten. Durch die coronabedingte Schließung fielen die Einnahmen des Museums komplett fort. 85 Prozent des Personals musste unbezahlten Urlaub nehmen. Trotzdem erstellt ein kleines Team immer noch Live- und virtuelle Programme aus dem Herzen Jerusalems für Israelis und Besucher aus aller Welt. Das Museum hat bei der israelischen Regierung und dem Kulturministerium eine Petition um Unterstützung eingereicht und bemüht sich weiterhin um Mittel, um den weiteren Betrieb dieses Wahrzeichens Jerusalems zu gewährleisten.

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