Christliche Flüchtlinge in Deutschland leiden unter religiöser Verfolgung

Christliche Flüchtlinge werden von Muslimen in Deutschland unter Druck gesetzt und schikaniert.

von Rami Dabbas | | Themen: Christen
Foto: Wissam Nassar/Flash90

Muhammad al-Mossawy, ein Iraker und ehemaliger Muslim, der zum Christentum konvertiert ist, weiß nicht, wie er es geschafft hat, seine neunzig Tage in der deutschen Flüchtlingsunterkunft zu überleben. Die überfüllte Unterkunft mit mehr als 8 Personen in einem Zimmer war nicht der Grund für seine Unzufriedenheit, auch nicht die mangelnde Sauberkeit oder die fehlende Privatsphäre.

Der Grund waren die ständigen Predigten und der Druck, den er täglich von seinen Mitbewohnern ertragen musste, die versuchten, ihn zur „richtigen Religion“ zu führen, nachdem sie erfahren hatten, dass er Christ geworden war.

Die Frage „Woher kommst du?“, die auf den ersten Blick eine unschuldige und höfliche Frage an einen Neuankömmling zu sein scheint, hat sich unter den in Deutschland ankommenden Flüchtlingen zu einem Code für ein dunkles Programm entwickelt. „Alle neuen Flüchtlinge werden mit dieser Frage konfrontiert, mit der die Muslime versuchen, die Religion oder Glaubensrichtung zu bestimmen und so herauszufinden, wie sie mit dem Neuankömmling umgehen sollen“, sagte Al-Mossawy gegenüber Israel Heute.

„Mit einer einfachen Antwort, dass man aus Syrien oder dem Irak kommt, ist es nicht getan“, erklärte Deyaa Ibrahim, ein weiterer junger Flüchtling aus dem Irak, der in den Libanon, dann nach Griechenland und schließlich nach Deutschland geflohen ist. „Wenn man gefragt wird, kommt dann die Frage: „Woher genau? Meine Mitbewohner fragen sich, warum ich nicht mit ihnen beten gehe. Dann sind sie schockiert, wenn ich ihnen erzähle, dass ich Christ mit muslimischem Hintergrund bin.“

Die Muslime in den deutschen Flüchtlingsunterkünften versuchen, religiöse Kontrolle über Christen und andere Nicht-Muslime auszuüben, indem sie zunächst ihren Glauben testen und sie dann unter Druck setzen, ihre Unterwerfung unter den Islam zu beweisen. Ibrahim, ein zum Christentum konvertierter Muslim, der einige Zeit in einem deutschen Flüchtlingslager verbracht hat, sagte: „Leider glauben viele Menschen, die aus arabischen Gesellschaften oder Ländern der islamischen Welt kommen, dass sie das absolute Recht haben, Menschen zur Konvertierung zu drängen, weil sie glauben, dass die Religion, in die sie hineingeboren worden sind, die höchste ist.“

 

Todesdrohungen

Als er sich in Deutschland als „Christ“ registrieren ließ, rechnete al-Mossawy nicht damit, dass er auch hier in Deutschland von seinen ehemaligen Landsleuten verfolgt werden würde. Der 30-Jährige al-Mossawy wurde von den Bewohnern des Flüchtlingsheims direkt mit dem Tod bedroht, nachdem sie herausgefunden hatten, dass er ein „Abtrünniger“ ist. Nach deren Auffassung müsse er getötet werden. Er suchte Schutz bei der Polizei, die ihn schnell aus dem Zentrum herausholte.

„Die Nichtakzeptanz des anderen ist der Grund für all das“, sagt Al-Mossawy. „Ich hätte mir in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können, dass ich im Land der Freiheit (Deutschland) wegen meines christlichen Glaubens bedroht werden würde, und ich verstehe bis heute nicht, warum Menschen so etwas tun. Mein Glaube ist meine Entscheidung, ich bin dafür verantwortlich, und ich akzeptiere andere so, wie sie sind. Leider gibt es diese Kultur für viele Muslime nicht“, sagte er.

Ibrahim, der ebenfalls in den Libanon geflohen war, wo er beim UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, als Flüchtling registriert war, wurde wegen seiner Religion immer wieder bedroht. Auch er flüchtete schließlich nach Griechenland und später nach Deutschland.

Viele christliche Flüchtlinge sagen, dass die religiöse Verfolgung durch Muslime nicht der einzige Grund für ihre Schwierigkeiten in Deutschland ist. Es gibt auch Übergriffe und Einschränkungen in ihrem Leben durch Menschen, die sie automatisch mit radikalen Muslimen und Unruhestiftern in Verbindung bringen, was für einige ihre Erfahrungen in Deutschland schwierig macht.

Aber für viele ist ihr neu gefundener christlicher Glaube auch eine Quelle der Kraft. „Mein muslimischer Nachbar telefonierte jeden Tag so, dass jeder seine auf laut gestellten Privatgespräche mit einem Mädchen hören konnte. Wenn er auflegte, verfluchte er sie und sprach schlecht über sie. Dann wandte er sich an mich und fragte mich, wann ich zum Islam zurückkehren und ein guter Gläubiger werden würde? Damals fragte ich mich, wer von uns wirklich Hilfe braucht.

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