Also, mein Vater ist hartnäckig. Sehr hartnäckig! Seit etwa zwei Monaten ist er zu Hause und wird liebevoll rund um die Uhr von zwei Indern, Philippus und Babu, gepflegt. Dafür haben wir ein Zimmer zwischen seiner Bibliothek und dem Arbeitszimmer eingerichtet.
Auch wenn er es nicht mit Worten ausdrücken konnte, haben wir doch in seinen Augen gesehen, dass er mitbekommen hat, dass er zwischen seinen Büchern und Comic-Heften liegt. Im Krankenhaus sein zu müssen, das war für ihn eine Qual. Ich weiß, wie wichtig es meinem Vater ist, im Kreise seiner Familie und bei seinen Büchern zu sein. Die Ärzte meinen, dass wir mit ihm sprechen sollen, denn er würde alles verstehen. Wir tun es.
Ludwig ist still, er spricht kein Wort. So kennt man ihn nicht, gerade das gesprochene Wort war seine Stärke. Wir sind es jetzt, die reden, nun muss er uns zuhören. Aber seine Augen sprechen um so lebhafter.
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen gerufen und du bist...
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