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Jordanien möchte mehr Wasser von Israel bekommen

Jordanien hat sich an Israel gewandt mir der Bitte, mehr Wasser aus dem Genezareth See zu bekommen. Die jährliche Wasserzuteilung ist Teil des Friedensvertrages zwischen den Ländern. Und was ist nun mit dem Streit um das gepachtete Land?

Jordanien hat sich einem Bericht der israelischen Nachrichten HaHadashot zufolge an Israel gewandt mit der Bitte, mehr Wasser zugeteilt zu bekommen. Die Bitte kam trotz der momentanen Spannungen zwischen den beiden Ländern in Bezug auf Land, das Israel im Rahmen des Friedensvertrages von Jordanien gepachtet hatte und das Jordanien nun für sich beanspruchen möchte und daher eine Klausel des Friedensabkommens anwendet, das dem Königreich ermöglicht, die Verpachtung nicht zu verlängern.

Die jährliche Wasserzuteilung für Jordanien ist ebenfalls im Friedensvertrag verankert. Am Montag ist eine Delegation hochrangiger Beamter aus Jordanien in Israel eingetroffen und hat den See Genezareth besucht, um eine Vergrößerung der Wasserzuteilung zu beantragen. Jordanien leidet unter einer extremen Dürre.

Was die Frage um das verpachtete Land betrifft, so hat Jordanien bestätigt, einen Antrag von Israel bekommen zu haben, in dem der jüdische Staat darum bittet, mit Jordanien über eine Verlängerung des Pachtvertrages des Landes bei Naharayim und Tzofar zu diskutieren, der Ende Oktober 2019 auslaufen wird.

Der jordanische Außenminister Ayman Safadi hatte schon Ende Oktober bekräftigt, dass sein Land trotz des Endes der Verpachtung dem Friedensvertrag weiterhin verpflichtet sei. Die betroffenen Gebiete sind im Friedensvertrag als jordanisches Hoheitsgebiet anerkannt worden und ermöglichte Israel, das Land frei zu betreten und zu bebauen, für eine befristete Zeit von 25 Jahren. Es sei bekannt gewesen, dass es sich hierbei um einen zeitlich begrenzten Pachtvertrag handeln würde.

Ob der jordanische Antrag für mehr Wasser sich nun auf die Frage um die verpachteten Gebiete auswirken könnte, wird sich zeigen. Der Antrag wurde an den israelischen Minister für Infrastruktur, Juval Steinitz, weitergegeben, der darüber zu entscheiden hat.

Archivbild: See Genezareth in Tiberias (Foto: Moshe Shai/Flash90)

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Patrick Callahan

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