Israel: Weigerung der Palästinenser zur Zusammenarbeit führt zu Wasserkrise

General Yoav Mordechai, der israelische Koordinator für die Aktivitäten Israels in den sogenannten Gebieten, warnt in einem Brief an die internationale Gemeinschaft vor einem Zusammenbruch der Wasserversorgung in der sogenannten Westbank und dem Gazastreifen, sollte die Palästinensische Autonomiebehörde weiter die Zusammenarbeit mit Israel verweigern.

von | | Themen: Wasser

General Yoav Mordechai, der israelische Koordinator für die Aktivitäten Israels in den sogenannten Gebieten, warnt in einem Brief an die internationale Gemeinschaft vor einem Zusammenbruch der Wasserversorgung in der sogenannten Westbank und dem Gazastreifen, sollte die Palästinensische Autonomiebehörde weiter die Zusammenarbeit mit Israel verweigern.

Schon seit dem Jahr 2010 sei es deswegen nicht mehr zu einer Sitzung des gemeinsamen Wasserausschusses gekommen, dessen Aufgabe die Lösung von Problemen in den autonomen C-Gebieten ist, heißt es in dem Brief, den Mordechai unter anderem an den Leiter der UNRWA, dem Leiter der humanitären Hilfe der UN in den sogenannten Gebieten, dem Vorsitzenden des Internationalen Roten Kreuzes und den Botschaftern Norwegens, Deutschlands, Großbritanniens, Italiens, Frankreichs und der Europäischen Union gesendet hat.

In seinem Brief schreibt er weiter, dass notwendige Schritte nötig seien, um den Wasserhaushalt in der sogenannten Westbank und dem Gazastreifen zu verbessern. „Der Gazastreifen ist fast vollständig von dem Pumpen von Grundwasser abhängig, Die Qualität des Wassers ist sehr schlecht wegen der langjährigen Überpumpung und Infektionen. Palästinensischen Meldungen zufolge seien 96% des gepumpten Wassers nicht zum Trinken geeignet. Die Wasserversorgung der Westbank hängt vollständig vom Pumpen des Grundwassers und der Versorgung durch Israel ab. Die Infrastruktur ist nicht ausreichend, um die gesamte Bevölkerung mit Wasser zu versorgen, so dass es an einigen Orten zu Versorgungsengpässen kommt. Auch fehlen Anlagen zur Wiederaufbereitung des Wassers für die Landwirtschaft. Schätzungen zufolge werden in den nächsten Jahren mehrere Millionen Kubikmeter Wasser für den Haushalt und der Landwirtschaft fehlen,“ schreibt Mordechai in seinem Brief.

(Foto: General Yoav Mordechai)

Trotz der Bemühungen seitens Israel, die Situation zu verbessern, sei die Krise nicht zu vermeiden, schreibt Mordechai. Vor kurzem hätte Israel weitere 10 Millionen Kubikmeter für den Gazastreifen und 6 Millionen Kubikmeter für die sogenannte Westbank im Rahmen des sogenannten Red-Dead-Abkommens (ein Abkommen zum Bau einer Wasserpipeline vom Roten Meer zum Toten Meer zur Verbesserung der Wasserversorgung Israels, Jordaniens und der Palästinensischen Autonomiebehörde) genehmigt. Doch solange die Palästinenser sich weigern würden, das Protokoll zur Ausführung des Abkommens zu unterzeichnen, könne die zusätzliche Wasserversorgung nicht ausgeführt werden. Auch arbeite Israel an der Verbesserung der Infrastruktur für die Wasserversorgung für alle Bewohner der sogenannten Westbank und sei an der Förderung eines Projekts zum Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage für den Gazastreifen interessiert.

Doch die Einstellung der Palästinenser verhindert die Verwirklichung der Projekte. Die Palästinenser verweigern die Zusammenarbeit, da sie nicht daran interessiert sind, an der Genehmigung zur Wasserversorgung der jüdischen Siedlungen beteiligt zu sein.

Mordechai warnt in seinem Brief vor einer schweren Krise in der Wasserversorgung im nächsten Sommer, sollte sich die momentane Situation und Einstellung der Palästinenser nicht sofort ändern. „Wir werden weiter versuchen, die Zusammenarbeit voranzutreiben und hoffen, dass unsere Bemühungen Früchte tragen werden. Wir rufen die Internationale Gemeinde auf, die Erneuerung der Zusammenarbeit und die Förderung der Projekte zur Wasserversorgung des Gazastreifens und der Westbank zu unterstützen.“

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