Israel

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Israels Jugend weniger zionistisch

Ältere Israelis sind deutlich zionistischer als die Jugend. Das zeigten die Ergebnisse einer Umfrage der Zionistischen Weltorganisation. Der Zionismus müsse wieder vorangetrieben werden, meinte Avraham Duvdevani, der Vorsitzende der Organisation.

Ganze 95% der Israelis über 50 sehen sich selbst als Zionisten, jedoch nur 75% der über 29- Jährigen. Das hat eine Umfrage der Zionistischen Weltorganisation ergeben, welche vom Smith Research Institute durchgeführt wurde. Ziel der Studie war, gemessen an einer Gruppe jüdischer Israelis die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber dem Zionismus zu ermitteln.

Fast die Hälfte der orthodoxen Juden bekannte sich zum Zionismus. Die Befragten waren der Meinung, der zionistische Verband sollte in die Bekämpfung des Antisemitismus, der Unterstützung der Alijah (Einwanderung nach Israel), Förderung der Einheit unter Juden, die Stärkung von zionistischen Idealen sowie der hebräischen Sprache und die Siedlungsunternehmen investieren. Und zwar in dieser Reihenfolge.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass 86% der israelischen Juden sich als Zionisten identifizieren.

Im Land geborene Israelis und neue Immigranten fühlen sich gleichermaßen als Zionisten: 86-87%. Auffallend ist, dass nur 45% der orthodoxen Juden sich dem Zionismus zugehörig fühlen, während die Quote in der breiten religiösen Bevölkerung bei 95% liegt.

38% der Frauen maßen der Verstärkung zionistischer Ideale Bedeutung bei, unter den Männern waren es nur 20%.

Ganze 88% der Befragten stimmten überein, dass Aktionen zur Stärkung des Zionismus in Israel und der Welt wichtig seien.

Ungefähr ein Drittel war der Meinung, es sei wesentlich, den Großteil der Mittel für die jüdischen Kommunen in der Diaspora zu nutzen, während nur 8% den Fokus auf Aktivitäten innerhalb von Israel legen wollten.

Politisch links orientierte Teilnehmer der Studie nannten die Bekämpfung des Antisemitismus und die Einheit unter den verschiedenen Bekenntnissen als wichtigste Punkte, rechts Orientierte die Unterstützung der Siedler.

Avraham Duvdevani (Bild), seit 2010 Vorsitzender der Zionistischen Weltorganisation, sprach von dem “verhältnismäßig niedrigem Ausmaß zionistischer Zugehörigkeit unter der Jugend” als “bestürzend”. Er rief Israelis dazu auf, Teil der Bewegung zu werden und den Zionismus voranzutreiben.

(Foto: Yonatan SIndelFlash90)

Die Zionistische Weltorganisation wurde im August 1897 auf Initiative von Theodor Herzl vom ersten Zionistenkongress in Basel gegründet und kommt heutzutage alle 4 bis 5 Jahre in Jerusalem zusammen.

Illustration: Jugendliche feiern den Unabhängigkeitstag in Jerusalem, Mai 2017 (Foto Yossi Zeliger/Flash90)

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Patrick Callahan

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