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Sinnloser Terror – Das Leben geht weiter

Ich hatte die Berichterstattung gestern schon fast beendet, als die Meldung von der Messerattacke kam. In einem Moment war alles anders. Dennoch ging der Alltag weiter. So ist es bei uns, wir lassen uns nicht beeindrucken, denn das ist genau das, was der Terrorist erreichen wollte.

So hatten wir uns den Beginn der neuen Woche nicht gewünscht. Die Meldung von der Messerattacke an der zentralen Busstation hier in Jerusalem hat mich überrascht, obwohl ich mir der angespannten Lage ja bewusst war. Es gab Unruhen in den Gebieten der Palästinenser, am Damaskus-Tor und auch im Wadi Ara im Norden des Landes, wo israelische Araber ihren Zorn über die Trump-Erklärung Luft machten.

Ich hatte die Berichterstattung gestern schon fast beendet, als die Meldung von der Messerattacke kam. In einem Moment war alles anders. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit vor rund zwei Jahren, als diese Messerattacken fast zum Alltag wurden, besonders hier bei uns in Jerusalem. Als ich dann die Redaktion verließ und zu meinem Auto ging, waren deutlich mehr Grenzschutz-Polizisten auf den Strassen zu sehen (Foto). Jerusalem war wieder in Terror-Bereitschaft.

Dennoch ging der Alltag weiter, der Machane Jehuda Markt war voll mit Menschen. Auch an der Busstation, wo nur zwei Stunden vorher der Terrorist sein Messer in die Brust des Wachmannes gestoßen hatte, war alles wie immer. So ist es bei uns, wir lassen uns nicht beeindrucken, denn das ist genau das, was der Terrorist erreichen wollte. Doch seine Attacke war sinnlos. Wir fahren weiter mit dem Bus, gehen in die Einkaufszentren und feiern in dieser Woche Chanukka, das jüdische Lichterfest.

Der verletzte Wachmann, der 46-jährige Asher Almaliach, ist noch nicht außer Lebensgefahr, sein Zustand habe sich leicht verbessert, wurde im Krankenhaus berichtet, wo sich seine ganze Familie eingefunden hat. Sie bitten die Öffentlichkeit, für ihn zu beten. Ich hoffe, dass er sich erholen wird und bald wieder mit seiner Familie sein kann.

Hier in Jerusalem hat ein neuer Tag begonnen, wir leben unseren Alltag, wie immer, niemand wird uns daran hindern.

Bild: Die Jaffa-Strasse am Eingang zum Machane Jehuda Markt, zwei Stunden nach der Messerattacke. Der Alltag geht weiter (Foto: Dov Eilon)

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Patrick Callahan

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