(JNS) Jesajas Erklärung: „Um Zions willen werde ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen werde ich nicht ruhen“ (Jesaja 62,1) gilt als einer der bewegendsten Aufrufe zu moralischer und spiritueller Verantwortung in der jüdischen Schrift. Es handelt sich nicht um poetische Übertreibung. Es ist ein Auftrag.
Jesaja spricht als Hüter des Schicksals Israels und weigert sich, zuzulassen, dass der Bundsauftrag des jüdischen Volkes geschmälert oder in Vergessenheit gerät. Seine Worte beschreiben eine heilige Pflicht, keine politische Fürsprache. Sie erinnern uns daran, dass das jüdische Volk dazu berufen ist, mit Klarheit, Mut und unerschütterlichem Glauben für Zion einzustehen.
Jesaja fährt mit einer Vision der Erlösung fort, die zugleich intim und universell ist: „Die Völker werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit“ (Jesaja 62,2). Zion ist die Verkörperung von Gottes Verheißung, das Zentrum des jüdischen Gebets und das Herz der jüdischen Hoffnung.
Rabbi Meir Soloveitchik lehrt, dass die jüdische Identität im Gedächtnis des Bundes verwurzelt ist – der heiligen Geschichte,...
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