Ein israelischer Reservist ist bei Kämpfen gegen die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hisbollah im Südlibanon gefallen. Acht weitere Soldaten wurden bei demselben Vorfall verwundet.
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, kurz IDF, gaben bekannt, dass Master Sergeant der Reserve Alexander Filin aus Haifa im Alter von 29 Jahren gefallen ist. Filin diente im Hauptquartier der 36. Division und wurde bei Bodenoperationen der IDF am Litani-Fluss im Südlibanon getötet.
Nach israelischen Angaben explodierte während des Einsatzes eine von der Hisbollah gelegte Bombe. Dabei wurde Filin tödlich verletzt. Acht weitere Soldaten wurden verwundet. Drei von ihnen erlitten mittelschwere Verletzungen, fünf weitere wurden leicht verletzt. Die Verwundeten wurden in Krankenhäuser gebracht, ihre Familien wurden informiert.
We mourn the loss of Master Sergeant (Res.) Alexander Filin, 29, from Haifa, a soldier in the 36th Division command post, who fell during combat in southern Lebanon.
Our hearts are with his family and loved ones.
🕯️ May his memory be a blessing. pic.twitter.com/wjaXSkLRAZ— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) June 18, 2026
Verteidigungsminister Israel Katz würdigte den gefallenen Reservisten in einer öffentlichen Stellungnahme. „Alexander meldete sich immer wieder zum Reservedienst, getragen von einem tiefen Pflichtgefühl“, schrieb Katz. Weiter erklärte er: „Ich umarme seine Familie in dieser schweren Zeit. Den bei dem Vorfall verwundeten Soldaten wünsche ich vollständige und schnelle Genesung, und ich stehe an der Seite der Soldaten und Kommandeure der IDF, die weiterhin mit Mut im Libanon operieren.“
Filin ist der 18. Israeli, der seit dem Waffenstillstand zwischen Jerusalem und Beirut durch die Hisbollah getötet wurde. Diese Vereinbarung war nach amerikanischer Vermittlung zustande gekommen. Der Tod des Reservisten zeigt, wie brüchig die Lage im Norden geblieben ist, obwohl offiziell von einer Waffenruhe gesprochen wird.
Nach offiziellen Angaben der IDF liegt die Zahl der gefallenen israelischen Soldaten an allen Fronten seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 inzwischen bei 957. Hinter jeder dieser Zahlen steht eine Familie, ein Zuhause und ein weiterer leerer Platz an einem israelischen Tisch.
Weitere Angriffe mit Drohnen und Raketen
Der tödliche Vorfall war nicht der einzige Angriff auf israelische Soldaten im Südlibanon. In einem weiteren Zwischenfall wurde ein IDF-Soldat schwer verletzt, als eine explosive Drohne der Hisbollah in der Nähe israelischer Truppen einschlug. Zwei weitere Soldaten wurden mittelschwer verletzt, zwei weitere leicht.
Die IDF feuerte anschließend eine Abfangrakete auf ein zweites „verdächtiges Luftziel“ ab, das in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon entdeckt worden war. Bei diesem zweiten Vorfall wurden nach Armeeangaben keine israelischen Soldaten verletzt.
Auch am Abend schlugen mehrere Raketen der Hisbollah in der Nähe israelischer Truppen ein. Weitere Raketen wurden von der israelischen Luftwaffe abgefangen. Verletzte gab es bei diesem Angriff nach Angaben der IDF nicht.
Als Reaktion auf die Raketenangriffe griff die israelische Luftwaffe eine Abschussrampe an. Nach Angaben der Armee war die Anlage geladen und bereit, weitere Raketen abzufeuern. In der Erklärung hieß es, infolge des Angriffs seien zusätzliche Raketen aus der Abschussrampe gestartet und in offenen Gebieten im Südlibanon niedergegangen.
Die Hisbollah hatte ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel wieder aufgenommen, nachdem der iranische Oberste Führer Ali Chamenei am ersten Tag der israelischen Operation „Brüllender Löwe“ gezielt getötet worden war. Israel reagierte darauf mit einer breiten Luftkampagne gegen Terrorziele der Hisbollah und weitete seine militärischen Operationen im Südlibanon aus. Ziel dieser Einsätze ist es, grenzüberschreitende Angriffe auf israelische Gemeinden zu verhindern.
Während die internationale Diplomatie weiter von Waffenruhe spricht, erleben israelische Soldaten und Bewohner des Nordens eine andere Wirklichkeit. Die Hisbollah greift weiterhin an, israelische Truppen bleiben im Einsatz, und der Preis dieses Einsatzes wurde mit dem Tod von Alexander Filin erneut sichtbar.




