Während US-Präsident Donald Trump von Frieden, Stabilität und einer neuen Ära im Nahen Osten spricht, wird die Entwicklung in Jerusalem deutlich nüchterner betrachtet. Dort stellt sich vor allem eine Frage: Hat Israel nach fast zwei Jahren Krieg seine strategischen Ziele tatsächlich erreicht, oder droht es nun, einen Teil seiner militärischen Erfolge am Verhandlungstisch wieder einzubüßen?
Wer die vielen Erklärungen, Gerüchte und Entwürfe beiseitelässt, erkennt schnell, dass sich die gesamte Entwicklung auf drei zentrale Fragen reduzieren lässt. Drei Fragen, die darüber entscheiden werden, ob dieses Abkommen Israels Sicherheit stärkt oder ob es am Ende vor allem dem iranischen Regime zugutekommt.
Die erste Frage betrifft die Straße von Hormus. Ihre Öffnung gilt als einer der wichtigsten Bestandteile des Abkommens. Auf den ersten Blick klingt das positiv. Die internationale Schifffahrt wird wieder normalisiert, die Energiemärkte beruhigen sich und der weltweite Ölhandel kann ungehindert weiterlaufen. Doch genau hier beginnt aus israelischer Sicht das Problem. Mit der Öffnung der Straße von Hormus erhält das iranische Regime seine wirtschaftliche Lebensader...




