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IDF greift Kommandeur der Hisbollah-Radwan-Einheit in Beirut an

Erster israelischer Angriff in der libanesischen Hauptstadt seit fast einem Monat – Netanjahu und Katz: „Kein Terrorist ist unantastbar.“

Ein zerstörtes Wohngebäude im Beiruter Stadtteil Dahijeh nach einem israelischen Luftangriff in der Nacht auf den 6. Mai 2026. Foto: EPA/Wael Hamzeh

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht auf Donnerstag (7. Mai) erstmals seit knapp einem Monat wieder die libanesische Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel des Präzisionsschlags war der Kommandeur der Radwan-Einheit der Terrororganisation Hisbollah, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte.

Der Angriff auf die südlichen Stadtteile Beiruts – eine Hochburg der Hisbollah – erfolgte auf ausdrückliche Anordnung von Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. Wie Ynet berichtete, erklärten beide in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Die Radwan-Terroristen unter seiner Führung sind verantwortlich für den Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf IDF-Soldaten. Kein Terrorist ist unantastbar – der lange Arm Israels wird jeden Feind und jeden Mörder erreichen.“

Die Radwan-Einheit gilt als Eliteeinheit der Hisbollah, deren erklärtes Ziel es ist, in israelisches Gebiet einzudringen, Ortschaften im Norden zu besetzen und Geiseln zu nehmen – bekannt als der sogenannte „Galiläa-Eroberungsplan“.

Der letzte israelische Angriff auf Beirut vor diesem Schlag hatte laut JNS am 8. April stattgefunden. Seit dem 2. März beschießt die Hisbollah Israel erneut mit Raketen und Drohnen – nachdem Israel am 28. Februar im Rahmen der Operation „Brüllender Löwe“ den iranischen Revolutionsführer Ali Khamenei eliminiert hatte.

Erst kurz zuvor hatte die Hisbollah am Mittwoch die Grenzen des Waffenstillstands erneut verletzt: Zwei israelische Soldaten wurden durch Kamikazedrohnen südlich der Waffenstillstandslinie schwer verletzt, drei weitere erlitten leichte Verletzungen. Raketen- und Luftraumsirenen lösten in den Gemeinden Kiryat Schmona, Kibbutz Manara und Moschav Margalit Alarm aus – rund 25.000 Menschen mussten Schutzräume aufsuchen.

Ministerpräsident Netanjahu hatte die Hisbollah zuletzt beschuldigt, den am 23. April um drei Wochen verlängerten US-vermittelten Waffenstillstand durch fortgesetzte Angriffe faktisch aufzulösen. Die aktuelle Eskalation reiht sich in eine Serie gezielter israelischer Schläge gegen die Führungsstruktur der Hisbollah ein, darunter die Tötung mehrerer hochrangiger Radwan-Kommandeure in den vergangenen Monaten.

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Patrick Callahan

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